2007-09-27

Taschenmunition bleibt im Zeughaus. Richtig so.

Von wuethrich @ 16:33 [ Politik ]

Ich bin froh, dass heute auch der Nationalrat entschied die Taschenmunition der Armeeangehörigen künftig in den Zeughäusern zu lagern. Die Abgabe der "Dosenmunition" ist nämlich längst überflüssig geworden. Aus praktischer Erfahrung weiss ich wie mühsam die Verteilung und Einforderung der Taschenmunition im Wiederholungskurs ist. Ich bin froh, dass ich meine Taschenmunition künftig nicht nach Hause nehmen muss.

Bei der Waffe sehe ich die Sache etwas anders. Sie soll weiterhin vom Armeeangehörigen nach Hause genommen werden. Wenn er die Waffe allerdings freiwillig im Zeughaus lagern will, dann sollte dies nichts kosten. Würde aber die Waffe generell nicht mehr nach Hause abgegeben, dann wären all die Schützenvereine noch schlechter dran als heute. Als Landbewohner weiss ich, dass die Schützenvereine ein traditionsreicher Teil der Schweiz darstellen.

Ich war auch beim Obligatorischen immer skeptisch. Heuer habe ich aber gemerkt, dass es gut ist, wenn man die Waffe einmal im Jahr brauchen muss, damit man wieder merkt die ganze Sache funktioniert. Das Obligatorische ist auch immer ein guter Treffpunkt, wo man mit Leuten ins Gespräch kommt, die man sonst nicht so trifft. Solche Gespräche machen den Zusammenhalt in unserem Land aus. 

Mein persönliches Waffenarsenal, das mir der Staat zur Verfügung stellt (noch mit Taschenmunition): 

 


2007-09-15

60 Jahre AHV: Ein Grund zum Feiern

Von wuethrich @ 15:36 [ Politik ]

Im Gegensatz zu den Aussagen von rechten Politikerinnen und Politiker erfreut sich AHV guter finanzieller Gesundheit. Ende 2006 fuhr sie ein Plus von 2,7 Milliarden ein. Um das 60-Jahr-Jubiläum der AHV im 2008 würdig zu feiern, schlug die SP in der Sozial-Kommissoin des Nationalrates vor, den Pensionierten einen monatlichen Bonus von 60 Franken auszuzahlen. Ein vergleichbarer Bonus war schon zur 700-Jahr-Feier der Eidgenossenschaft ausgerichtet worden.

Aber die Rechte wehrte sich gegen diese Geste, wie sie der St. Galler Nationalrat Paul Rechsteiner vorgeschlagen hat. Das Anliegen wurde abgelehnt. Die SP legt nun nicht einfach ihre Hände in den Schoss, sondern wird diesen Vorschlag mit einem Vorstoss im Parlament einbringen. Ich begrüsse diesen Vorstoss, weil es ein positives Zeichen gegenüber der älteren Generation ist.

Bis jetzt ist von den Verlautbarungen von einer AHV-Pleite nichts wahr geworden. Die AHV hat bis jetzt die Zunahme der älteren Generation überlebt. Ich bin stolz auf unsere Vorfahren, dass sie die AHV gegründet haben. Die AHV braucht mehr Mittel, das AHV-Alter muss flexibilisiert werden und die Renten sind der allgemeinen Preisentwicklung in der Schweiz regelmässig anzupassen. Ich kämpfe dafür, dass auch zukünftige Generationen eine gerechte AHV-Rente erhalten werden.

 

Unten ein Inserat für ein Ja zur AHV im Jahr 1947: