2008-02-27

Gemeinden sollen den öffentlichen Verkehr fördern

Von wuethrich @ 17:36 [ Politik ]

Die Oberaargauer Gemeinde Eriswil bezahlt allen Jugendlichen bis zum 20. Altersjahr 50 Franken ans Halbtaxabo oder ans Generalabo. Dies ist eine sehr gute Idee, um ein kleines Zeichen für den öffentlichen Verkehr zu setzen und den Jugendlichen einen Anreiz zu geben. Noch besser wäre natürlich, wenn das Halbtaxabo gänzlich übernommen würde. Bis und mit dem 16. Lebensjahr fahren die Jugendlichen sowieso zum halben Preis.

Eriswil hat aber etwas begriffen: Die Gemeinden müssen für ihr öV-Angebot Werbung machen. Weil die Einwohnerinnen und Einwohner von Eriswil den Bus rege benutzen, ist Eriswil mit dem Bus ganz gut erschlossen.

Damit unsere Region mit dem öffentlichen Verkehr noch besser erschlossen wird, müssen wir einerseits für ein gutes Angebot kämpfen (zum Beispiel S-Bahn Huttwil-Bern), aber andererseits müssen wir das Angebot auch rege benutzen. Mit einem guten öV-Angebot kann die Entwicklung einer Region oder einer Gemeinde meist positiv beeinflusst werden. So hat die Gemeinderatspräsidentin von Lützelflüh den Anstieg der Einwohnerzahl mit der sehr guten öV-Erschliessung begründet.

Die Gemeinden tun deshalb gut daran, wenn sie der Förderung des öffentlichen Verkehrs in ihren Gemeinden mehr Beachtung schenken.

Adrian Wüthrich, Mitglied RVK Oberaargau / IGöV Oberaargau, Huttwil

 



 

 


2008-02-11

Weisse Flecken im Emmental

Von wuethrich @ 18:35 [ Varia ]

Letzten Sonntag unternahm ich mit meiner Freundin einen Ausflug. Wir reisten ans andere Ende des Amtsbezirks Trachselwald. Solche Reisen soll man noch machen, solange es die Amtsbezirke gibt. Nein, man soll sie auch in den neuen Verwaltungskreisen noch machen. Darum geht es in diesem Beitrag gar nicht.

Ich kenne die meisten Gebiete im Amt Trachselwald, auf jeden Fall jene entlang der Bahnlinien und Strassen (auch wegen der Wahlkämpfe...). Ein Gebiet kannte ich bis jetzt nicht. Der weisse Fleck auf meiner Trachselwald Karte musste also geschlossen werden.

Die Gemeinde Trachselwald mit ihrem Schloss Trachselwald, in dem seit 1803 die Verwaltung des Amtsbezirks Trachselwald untergebracht ist, ist wohlbekannt. Das Schloss können Sie übrigens dem Kanton Bern abkaufen. Ich schweiffe schon wieder ab. Hinter dem Ortskern von Trachselwald liegt der Dürrgraben, der die grössere Fläche der Gemeinde Trachselwald ausmacht. Dieser "Graben" wurde zu Ehren des Schriftstellers Simon Gfeller in "Heimisbach" umbenannt. "Heimisbach" hiess der Erstlingsroman Simon Gfellers.

Nun meinen viele Leute, Heimisbach sei eine eigene Gemeinde. Das stimmt also nicht. Der Augenschein an diesem prächtigen Sonntag war herrlich. Wir wanderten vom "Graben" dem steilen Hügel hinauf auf über 1000 Meter auf die Sparenegg. Von da ist es ein kurzer Weg zum Geburtshaus von Simon Gfeller, dem "Zueguet". In die andere Richtung ab der Sparenegg käme später die Lüderenalp.

Als wir wieder Richtung Grünenmatt fuhren, entdeckten wir rechter Hand das Restaurant Krummholzbad. Erst hier ist mir wieder in den Sinn gekommen, dass ich hier oft mit meinen Grosseltern eingekehrt bin. Das urchige Restaurant hat sich nicht gross verändert. Die Geografiestunde in nächster Nähe machte mir einmal mehr klar in welch schöner Landschaft wir leben. Meine weisser Fleck wurde nun farbig. Nachahmen empfohlen!