Ich habe für den VCS eine Einsprache gemacht...
| Von wuethrich @ 15:31 | [ Politik ] |
Es war DIE Gelegenheit. Am Bahnhof Herzogenbuchsee fehlt das eine Ende der Unterführung Richtung Niederönz. Man muss also einen grösseren Umweg machen, wenn man zum Beispiel zur Bystronic gehen will. Nun will eben diese Bystronic ihre Arbeitsplätze von 640 auf 900 ausbauen und dafür eine neue Halle bauen.
650 Parkplätze werden benötigt, sagt die Bystronic. Laut Bauverordnung wären nur 379 Parkplätze erlaubt. Der Gemeinderat von Niederönz hat die Ausnahmebewilligung erteilt. Alles schön und gut. Toll sogar, dass wir in unserer Region ein erfolgreiches Unternehmen wie die Bystronic haben. Die Gemeinde Niederönz hat deshalb keine Geldsorgen mehr.
Wenn eine Gemeinde aber eine solche Unternehmung beherbergt, dann muss sie auch die entsprechende Infrastruktur bereitstellen. Der öffentliche Verkehr gehört auch dazu. Es kann ja sein, dass die Mitarbeitenden der Bystronic bei noch weiter steigenden Benzinpreisen vermehrt den Zug benützen und mit einem Bahnhofvelo schnell und praktisch beim Bahnhof sind.
Als VCS reichte ich eine Einsprache gegen die Parkplatzanzahl ein. An der Einspracheverhandlung erläuterte ich heute die Gründe und die Bauherrschaft erläuterte die Gründe für den Bedarf. Alle waren wir uns einig, dass der Anschluss an den öV verbessert werden muss. Wird er besser, braucht es vielleicht gar nicht soviele Parkplätze.
Im Gespräch kam man sich näher. Die Gemeinde Niederönz will offenbar mit der Gemeinde Herzogenbuchsee einen Vertrag abschliessen und die Details regeln, damit Unterführung am Bahnhof Herzogenbuchsee bald realisiert werden kann. Das ist ja schon mal eine verbindlichere Zusicherung der Politik. Die Einsprache können wir so zurückziehen, wenn die Gemeindeversammlung den entsprechenden Kredit zur Verfügung stellt (Dezember). Soll noch jemand sagen, dass die Verbandsbeschwerde nicht gut sei.
Unten: Bystronic-Standort aktuell. Neu kommt dazu eine Halle und weitere Parkplätze.





