2008-08-23

Zuerst Englisch oder zuerst Französisch in der Schule?

Von wuethrich @ 16:30 [ Politik ]

In vielen Kantonen wird zur Zeit viel über HarmoS diskutiert. HarmoS ist eine Vereinbarung aller Kantone, um die Ziele und Strukturen im Bildungsbereich zu in gewissem Masse zu vereinheitlichen. Wenn nämlich eine Familien vom Kanton Luzern in den Kanton Bern zügelt, wechselt nicht zur Dialekt sondern auch die Schule. Um die Mobilität und vieles mehr zu erleichtern, wurden einige Pflöcke eingeschlagen (z.B. wann geht ein Kind in die Schule? Welches Stichdatum? Wie lange dauert die Sekundarschule? etc.).

Welche Fremdsprache in der Schule zuerste gelernt werden soll, war auch lange umstritten. Einige meinen, dass Englisch aktueller und wichtiger sei. Andere finden, dass die Kinder französisch zuerst lernen soll, weil es die zweitwichtigste Landessprache ist. Item. Die Kantone haben sich nun entschieden, wie die Übersicht unten zeigt.

In meinen Augen hat der Kanton Bern richtig entschieden. Es soll zuerst französisch gelernt werden. Schliesslich ist der Kanton Bern zweisprachig. Trotzdem wird es wegen dem Vormarsch des Englischen nicht zu verhindern sein, dass Romands und Deutschschweizer Englisch zusammen sprechen. Mir soll das nicht passieren. Darum verbessere ich aktuell mein Französisch an der Uni Lausanne.


2008-08-17

Wie Grossverteiler unser Leben beeinflussen

Von wuethrich @ 19:25 [ Varia ]

Ich lebe bereits seit vier Wochen werktags in Lausanne. Genauer in Renens, nahe von der Universität Lausanne, wo ich jeweils am Morgen einen Französischkurs besuche. Jedes Wochenende reise ich also über den berühmten Röstigraben (der mehr Mythos als Realität ist). Es ist spannend sich mit einer anderen Sprache auseinander zu setzen. Gerade in der Schweiz ist dies dringend nötig, um auch andere verstehen zu können.

Beim Einkaufen bin ich froh, dass ich in der Schweiz französisch lerne und nicht in Frankreich oder so. Das Coop oder die Migros sind in der Romandie gleich wie an meinem Wohnort. Zuerst die Früchte, dann gut sichtbar die Kühlregale mit den Joghurts... . Auch die Verpackungen sind oft gleich. Viele Produkte sind in allen drei Landessprachen angeschrieben. Auffällig ist, dass die Überschrift in deutsch häufig grösser geschrieben ist als in den anderen Sprache. Ich muss mal einen Romand fragen, ob sie das nicht stört.

Die Grossverteiler erleichtern nicht nur das Leben in einer anderen Landesregion. Sie haben auch enorm viel Einfluss auf unser Leben. Mit den wöchentlichen, Seiten grossen Aktionsanzeigen in fast allen Zeitungen wissen alle was gerade günstig zu haben ist. Über spezielle Aktionen berichten zudem die Medien im redaktionellen Teil (können Sie sich an die Flugtickets im Denner erinnern?).

Obwohl ich den Newsletter der Migros nicht wollte, erhalte ich ihn jetzt trotzdem. Darin wurde über den Grosserfolg mit den Murmeln geschrieben. Tatsächlich hat mir meine kleine Cousine ihre Murmeln auch schon gezeigt und erklärt wie das Spiel funktioniert. Meine Cousine hat so Werbung für die Migros gemacht. Ihre Mutter darf solange nur noch in der Migros einkaufen, bis alle Murmeln gesammelt sind. Offenbar haben schon viele Kinder gesammelt: Die Migros hat 42 Millionen Murmeln verteilt. Das sind über 6 Murmeln pro Schweizer/In. Das zeigt das Marketing-Geschick und den Einfluss der Grossverteiler...