2008-11-30

Als Gemeindepräsident nicht gewählt - aber trotzdem zufrieden

Von wuethrich @ 12:56 [ Huttwil ]

In aller Kürze: Die Stimmen waren sehr schnell gezählt und das Resultat wurde mir bereits mitgeteilt. Ich erhielt 654 Stimmen und mein Konkurrent von der SVP, Hansjörg Muralt, erhielt 986 Stimmen. Besonders auffällig ist die Stimmbeteiligung mit 50.2 Prozent. Demnach gingen 13 Prozent mehr Leute an die Urne als bei den Gemeinderatswahlen vom 19. Oktober. Die Wahl hat bei den Huttwilerinnen und Huttwilern also etwas ausgelöst. Insgesamt nahmen 1640 Personen an der Wahl teil.

Mit dem Resultat bin ich zufrieden. Es liegt im Rahmen dessen was ich realistischerweise erwarten konnte. Mit 654 Stimmen habe ich fast 40 Prozent der Stimmen erhalten. Das sind 7 Stimmen weniger, als der Wähleranteil von Freien Wählern, EVP und SP zusammen ergeben würde (40.3 Prozent). Die höhere Stimmbeteiligung hätte für mich eigentlich nachteilig wirken sollen, da wir schon bei den Gemeinderatswahlen sehr gut mobilisiert haben.

Ich freue mich bald die konkrete politische Arbeit im Gemeinderat aufnehmen zu können. An seiner Sitzung vom 8. Dezember wird sich der neue Gemeinderat konstituieren und das Vizepräsidium und die Kommissionen wählen. Das wird auch spannend...

Ich bedanke mich bei meinen treuen Helferinnen und Helfern, bei den Freien Wählern und der EVP für die Unterstützung und den Wählerinnen und Wählern für das Vertrauen. Auch meiner Partei der SP Huttwil bedanke ich mich für die grosse Unterstützung.

Hansjörg Muralt gratuliere ich herzlich zur Wahl und freue mich auf eine gute Zusammenarbeit. Wir müssen Huttwil gemeinsam weiterbringen.


2008-11-29

Huttwil hat viel frei verfügbares Einkommen

Von wuethrich @ 21:17 [ Huttwil ]

Heute hat die Berner Zeitung einen Bericht über die kürzlich erschienene Studie der Credit Suisse über das frei verfügbare Einkommen in den Schweizer Gemeinden gebracht. Dabei wird der Kanton Bern mit den anderen Kantonen verglichen. Der Kanton Bern ist genau im schweizerischen Mittel.

Bei der Analyse der einzelnen Gemeinden im Kanton Bern fällt auf, dass die Stadt und Region Bern bezüglich des frei verfügbaren Einkommens schlecht da steht. Hingegen wird die Region Huttwil im Bericht namentlich und positiv erwähnt: "Diverse Berner Gemeinden halten aber mit ihren attraktiven Nachbarn mit, allen voran der Berner Jura, im Oberaargau um Huttwil, im Oberen Emmental sowie im Oberhasli." Das sind doch einmal gute Nachrichten. Die Studie kann hier eingesehen werden (da wird auch die Skala und die Berechnung erklärt).

Offenbar sprechen die tiefen Wohnkosten und die weiteren relativ tiefen Fixkosten für unsere Region, obwohl die Steuern etwas höher liegen. Die Steuerbelastung ist eben nicht der einzige Indikator für die Attraktivität einer Gemeinde. Der Mix macht's aus. Schulterklopfen ist allerdings nicht angesagt. Erstens ist dies nur eine Studie, zweitens nur gültig im Augenblick und darf drittens nicht von weiteren Verbesserungen abhalten. Die Gemeinden im Kanton Luzern sind noch besser dran und werben uns ab und zu Einwohnerinnen und Einwohner ab.

Hier die Karte mit den Resultaten der Studie:

 


2008-11-28

Die letzten Stunden vor dem Wahlende... / Weihnachtsmarkt in Huttwil

Von wuethrich @ 14:21 [ Huttwil ]

Die letzten Tage waren sehr intensiv. Nicht nur beruflich, sondern auch beim ehrenamtlichen Engagement und beim Wahlkampf. So begreife ich manchmal ehemalige politische Mitstreitende, die genung vom politischen Engagement haben und sich von der Politik zurückziehen. Mein Wille die Politik mitzugestalten ist aber unverändert hoch. Auch wenn politische Prozesse langsam, das Resultat nicht auf den ersten Blick sichtbar ist und der Umgang mit anderen wegen der politischen Tätigkeit angespannt ist.

 

Ich freue mich deshalb auf die Arbeit im Gemeinderat. In der Exekutive werden konkrete Projekte vorangetrieben. Sei das jetzt in meinem Fall die Umsetzung der Strommarktliberalisiserung und der Ersatz alter Wasserleitungen im Ressort Industrielle Betriebe, die Anschaffung einer neuen Autodrehleiter für die Feuerwehr im Ressort öffentliche Sicherheit oder die Führung und die Vertretung der Gemeinde als Gemeindevizepräsident oder Gemeindepräsident. Am 8. Dezember weiss ich mehr.

 

Damit wären wir beim Thema. Den Rückmeldungen der letzten Tagen zu Folge wird mein Blog in der aktuellen Phase aufmerksam gelesen. Das freut mich natürlich. Ich bin auch gerne bereit Diskussionen zu meiner Meinung und meiner Arbeit zu führen. Ich bin lernwillig und kritikfähig.

 

Die Wahl hat Huttwil sicher Profil gegeben. Das Medieninteresse an der Wahl ist offenbar überdurchschnittlich hoch. Die Geschichte betreffend Herd- und Burgergemeinde in der Berner Zeitung kurz vor den Wahlen hat mich überrascht. Obwohl mir Brisanz des Themas bewusst war, konnte ich auf die Anfrage des Journalisten nicht nichts sagen. Als Gemeindepräsident muss man sich auch in heiklen Situationen äussern. Ich bin zudem immer für Ehrlichkeit in der Politik. Ich stehe deshalb dazu, dass ich über die Parteinahmen der Burger- wie der Herdgemeinde enttäuscht bin und dies nicht richtig finde. Wir wollen aber aus einer Mücke keinen Elefanten machen.

 

Ich freue mich bald konkret an die Arbeit zugehen. Bevor der „Wahlkampf“ ums Gemeindepräsidium am Sonntagmittag endet, will hier auf einige Punkte, die mir zu Ohren gekommen sind antworten.

 

„Wüthrich sei schlecht für das Gewerbe“

Das sagt man SP-Kandidierenden immer nach. De Facto, in der konkreten Regierungsarbeit kann man dies aber nicht behaupten. Das Gewerbe und die Detaillisten bieten so viele Arbeitsplätze an, dass sie schon nur deswegen ernstzunehmende Player sind und wichtige Anliegen haben. Die Geschäfte gehören auch zur Visitenkarte einer Gemeinde, gerade in Huttwil. Ich bin Betriebswirtschafter und habe gelernt wie man ein Unternehmen führen soll. Die Theorie konnte ich mit meinem Bruder in die Praxis umsetzen und mit ihm die Wüthrich Haustechnik GmbH in Kleindietwil gründen. Ich verstehe deshalb die Sorgen und Ängste auch der Selbstständigerwerbenden. Natürlich gehören für mich auch die Arbeitenden zur Wirtschaft und verdienen ebenso das Augenmerk der Politik. Konkret würde mir für Huttwil folgende Idee vorschweben: Waren Sie auch schon in den grossen Heim- und Hobbymärkten der Grossverteiler? Da werden die verschiedenen Warengruppen mit Schildern visualisiert. Umgesetzt auf das „Städtli“ Huttwil könnte man entlang der Durchgangsstrasse in geeigneter Form Hinweistafeln machen „Bäckerei“, „Optiker“ oder „Herrenmode“. Damit könnte man den Geschäften von Huttwil sicher einen Nutzen bringen.

 

„Wüthrich missbraucht Kandidatur um seiner Karriere Schub zu verleihen“

Das kann man so sehen. Man verkennt an dieser Stelle, dass ich das drittbeste Resultat habe und die mich unterstützenden Parteien 40.3 Prozent Wähleranteil haben. Schaut man einige Gemeinden im Kanton Bern an, sind Kampfwahlen ums Präsidium nichts Unnatürliches. Auch meine bisherige Tätigkeit im Bereich Management und Politik spricht sicher nicht gegen eine Kandidatur. Ich bin überzeugt auch wichtige Impulse für Huttwil geben zu können. Das Gemeindepräsidium ist ja kein Job eines Einzelkämpfers, sondern eines Teamchefs. Im Team ist der Gemeinderat, die Kommissionen, die Mitarbeitenden der Gemeindeverwaltung und weiteren Beteiligten (Stakeholdern). Zudem sei noch hinzugefügt: Soll ich mich nicht mehr engagieren? Hat man nicht nach den letzten Grossratswahlen öffentlich bedauert, dass Huttwil in Bern nicht mehr vertreten ist? Es ist für mich deshalb unverständlich, dass man denjenigen, die den Kopf etwas hinausstrecken, den Mund verbieten will (überspitzt gesagt). Mein regionales und kantonales Engagement soll auch Huttwil zu Gute kommen. Am 28. März 2010 finden die Grossratswahlen statt. Weitere allfällige Kandidatinnen und Kandidaten sollten langsam bekannt werden...

 

„Wüthrich macht einen unfairen Wahlkampf“

Dabei kommt es wohl auf den Blickwinkel an. Ich bin mir nicht bewusst, dass ich extra und öffentlich einen unfairen Wahlkampf geführt hätte. Das Gegenteil ist der Fall. Ich habe keinen "Dreck" geworfen. Dass ich die Ängste, die wegen meiner Kandidatur geschürt werden, nicht immer verstehen kann und ich dies in (meinem) Blog äussere, ist mein Recht. Der Blog ist ja gerade dazu da, dass man mir die Meinung sagen kann. Zu jedem Beitrag kann man einen Kommentar verfassen. Dass umgekehrt auch "gewaschen" ist, zeigen einige Sätze, die ich hier erwähne (scheint mir nicht unfair, sondern einfach eine Beteiligung an einer öffentlichen Auseinandersetzung). Wenn mein politischer Konkurrent mit dem Slogan „Für konstruktive und erfolgreiche Lösungen, Für mehr Sachverstand, für eine bessere Zusammenarbeit“ wirbt oder seine Partei im UE von letztem Samstag schreibt „Sachliche Gründe würden für die Wahl von Muralt sprechen: Das Ansehen von Huttwil, die Vorbildfunktion für die Jugendlichen, ... wären damit sichergestellt“. Wie soll ich solche Aussagen auffassen? Auch als unfair?

 

Der Satz im UE in derselben SVP-Medienmitteilung lässt mich allerdings hoffen, dass nach dem Wahlgang eine konstruktive Zusammenarbeit möglich ist: „Die SVP Huttwil spricht sich wie bisher für eine breite und demokratische Verteilung der Behördenarbeit ... aus.“ Der Tatbeweis muss von allen Seiten gemeinsam erbracht werden. An mir soll es nicht fehlen.


In diesem Sinne wünsche ich allen einen schönen Weihnachtsmärit. Am Sonntag bin ich übrigens ab 13 Uhr im Restaurant Stadthaus und um 14 Uhr an der Medienorientierung im Gemeinderatszimmer anzutreffen. Am Schluss: An alle Huttwilerinnen und Huttwiler: Wählen und abstimmen nicht vergessen!

 


2008-11-25

Neuer Webauftritt und neues Logo der Gemeinde Huttwil: "natürlich mittendrin"

Von wuethrich @ 15:00 [ Huttwil ]

Seit dem 21. November hat die Einwohnergemeinde Huttwil einen komplett neuen Webauftritt. Auch die Herd- und Burgergemeinde sind unter der gleichen Adresse neu vereint. Das macht Sinn. Der neue Auftritt mit dem neuen Logo macht einen modernen und dynamischen Eindruck. Gefunden habe ich allerdings noch nicht alles, was ich auf der vorherigen Website der Gemeinde gekannt habe. Aber das ist Gewöhnungssache.

Es sind aber viele Informationen über Huttwil verfügbar. Schauen Sie doch selber mal vorbei unter: www.huttwil.ch. Was halten Sie vom neuen Logo?

Der "Claim" zu Huttwil, der Werbespruch, lautet neu: "natürlich mittendrin". Eigentlich logisch? Dieser gefällt mir. Damit wird Huttwil Profil erhalten. Huttwil ist im Zentrum der Schweiz. Mit "natürlich" wird unsere schöne und intakte Landschaft und die gute Lebensqualität angesprochen. Es ist wichtig, dass dieses Logo nun konsequent durchgezogen wird und mit Inhalt gefüllt wird. Gerade für das Standortmarketing ist dieses moderne Logo wertvoll.

Unten sehen Sie ein Bild aus dem Langenthaler Tagblatt: Gemeinderatspräsidentin Therese Löffel präsentiert den neuen Auftritt.

 

 

PS: Und nicht vergessen: Huttwiler Weihnachtsmarkt vom 26. bis 30. November 2008! Am Freitagabend bin ich bei einem Glühweinstand von Pro Regio Huttwil im Einsatz. PS2 an alle Huttwilerinnen und Huttwiler: Gemeindepräsidentenwahlen und Abstimmungen vom 30. November nicht vergessen!

 

 


2008-11-22

Noch eine Woche Wahlkampf - Adrian Wüthrich auf Beizentour - Bilder der Kandidaten

Von wuethrich @ 19:22 [ Huttwil ]

Am 30. November wird klar sein, wer Gemeindepräsident von Huttwil wird. In den letzten Tagen ist wieder einiges gegangen. Es wird politisiert in Huttwil, was nur positiv ist. Manchmal wäre ich gerne mit meinem Konkurrenten ums Amt bei den Leuten. Dann könnten wir beide darlegen was wir tun wollen und wie wir es tun wollen. Es wird zwangsläufig Unterschiede geben.

Am Donnerstagabend war ich auf Beizentour. Ich habe kurzfristig im Unteremmentaler angekündigt wo und wann ich anzutreffen sei. Die Beizen waren natürlich nicht alle voll, aber es gab doch einige interessante Gespräche. Überall wurde anständig gesprochen, respektvoll und sachlich. Im Restaurant Bahnhof traf ich per Zufall meinen Vater mit seinen Fussball-Kollegen vom SC Huttwil.

Im Blätterwald ging so einiges in dieser Woche. Die Grossauflage des Unteremmentalers war mit zwei Inseraten, einem Leserbrief und der Wahlvorschau über mich gut gefüllt. Sehr gefreut hat mich das Inserat von Walter Lüthi und seinen Kollegen, die mich unterstützen. Auch die Freien Wähler haben im Amtsanzeiger ein Inserat publiziert. 

In der Berner Zeitung erhielt ich und mein Konkurrent die Möglichkeit ein Bild selber auszuwählen und eine Person zu bestimmen, die einen Text schreibt. Marianne Bühlmann schrieb einen guten Text über mich (der ganze Artikel ist auf meiner Homepage downloadbar). Der Text des Göttis meines Konkurrenten könnte man köstlich analysieren. Die Abhandlung will ich Ihnen ersparen und analysiere besser das von meinem Konkurrenten gewählte Bild...

Gestern hatte ich in Lausanne Kurs "Marketing und Kommunikation der öffentlichen Hand". Wir analysierten verschiedene Werbebotschaften und auch die Gruppenbilder des Bundesrates. Nicht der erste Blick ist oft entscheidend, sondern der zweite. Zurück zum Bild meines Konkurrenten: Das Bild wurde auf dem Friedhof beim Gemeinschaftsgrab aufgenommen. Offenbar will er bereits glaubhaft machen, wie er als Gemeindepräsident  dem Werkmeister Aufträge erteilt. Dieser steht artig und hört zu. Item. Ich verweise an dieser Stelle gerne auf den Blog von Reto Müller, der zum gleichen Bild schrieb: http://retomueller.blogspot.com/2008/11/bilder-sagen-mehr-als-1000-worte.html

 

 

 


2008-11-19

Unterstützung für Adrian Wüthrich - Statements verschiedener Personen

Von wuethrich @ 23:59 [ Huttwil ]

„Huttwil tut gut daran den Kandidaten zu wählen, der Huttwil die besseren Perspektiven und die bessere Zukunft geben kann. Ich bin sicher, dass sich Adrian Wüthrich mit voller Energie für die Gemeinde einsetzen wird. Adrian Wüthrich hat unser Vertrauen verdient.“

Marianne Bühlmann-Studer, ehemalige Gemeinderätin, Huttwil

 

 

„Mit 30 Jahren wurde ich Gemeindepräsident in Dornach. Den Werdegang von Adrian Wüthrich erinnert mich an meine damalige Zeit. Als junger Präsident eines Gemeinderats mit einer bürgerlichen Mehrheit muss man etwas mehr leisten. Ich bin sicher, dass Adrian Wüthrich dies kann. Er hat mit seiner Ausbildung beste Voraussetzungen dazu.“

Otto Stich, ehemaliger Gemeindepräsident und Bundesrat, Dornach

 

 

„Ich habe Adrian Wüthrich erlebt beim Einsatz für den öV. Er ist ein seriöser und kompetenter Schaffer. Ich bin sicher, dass er sich voll für Huttwil engagieren wird.“

Jürg Schürch, ehemaliger Gemeindepräsident und Grossrat, Geschäftsführer Nationales Sportcenter, Huttwil

 

 

„Mir gefällt das Engagement und das Dranbleiben von Adrian Wüthrich für den öffentlichen Verkehr und die regionale Infrastruktur. Er kann Huttwil neue Impulse für die Zukunft geben.“

Erich Stamm, ehemaliger Gemeinderat, Huttwil

 

 

„Adrian Wüthrich bringt alle Voraussetzungen für das Gemeindepräsidenten-Amt. Er ist ein tatkräftiger Macher, politisch erfahren und kompetent. Mich beeindruckt das Wirken von Adrian. Er wird Huttwil den nötigen Schwung geben für die Zukunft.“

Theo Kauz, Lokführer, Präsident SP Huttwil, Huttwil

 


2008-11-18

Grossbrand in Huttwil: Das alte Meer-Möbel-Areal ist vollständig abgebrannt

Von wuethrich @ 10:12 [ Huttwil ]

Heute Morgen kurz vor 7 Uhr habe ich gehört wie das Ersteinsatzfahrzeug der Feuerwehr Huttwil mit Sirene abfuhr. Da ich gerade neben dem Feuerwehrmagazin wohne, war es nicht das erste Mal. Häufig kehrt das Feuerwehrauto unverrichteter Dinge zurück, Fehlalarm. Nicht so heute. Als ich im Treppenhaus war und den Weg Richtung Bern in Angriff nehmen wollte, sah ich hinter dem Postzentrum eine grosse Rauchentwicklung und Flammen waren zu sehen.

Es sah riesig aus. Ich musste mir einen Augenschein nehmen - wie viele Huttwilerinnen und Huttwiler. Die alte Möbel-Meer-Hallen standen in Vollbrand, als ich um 07.10 Uhr hinter dem Hotel Mohren hinunterschaute. Der Lärm des Brandes, die Hitze und die herumfliegende Glut erinnerten mich an die Tagesschau vom Vorabend mit den Bildern aus Los Angeles. Hoffentlich hat die Feuerwehr sämtliche Gebäude rund um das Areal schützen können. Die Feuerwehrleute haben vollen Einsatz gegeben. Die Feuerwehren aus der Region haben tatkräftig unterstützt.

Unten ein Bild des Brandes vom Hotel Mohren aus, an der Bahnlinie aufgenommen:


 


2008-11-15

Kein Podium - aber ein Streitgespräch der Gemeindepräsidentenkandidaten Huttwils

Von wuethrich @ 19:12 [ Huttwil ]

Heute ist im Langenthaler Tagblatt ein Streitgespräch zwischen Adrian Wüthrich und Hansjörg Muralt erschienen. Es kann als kleiner Ersatz für das nicht stattfindende Podium angeschaut werden. Das Streitgespräch kann auf meiner Homepage www.adrianwuethrich.ch auf der ersten Seite unterhalb des Bildes als PDF heruntergeladen werden.

Nächsten Donnerstag erscheint ein gleiches Streitgespräch im Unteremmentaler. In der Berner Zeitung wird eine Gotte über mich schreiben und erklären, warum sie mich zur Wahl empfiehlt. Wer es sein wird, verrate ich an dieser Stelle noch nicht...

Für sämtliche Unterstützung bedanke ich mich bereits an dieser Stelle! Es ist wichtig, dass sehr viele Leute wählen gehen!

 


2008-11-12

Samuel Schmid wurde mit 27 Jahren Gemeindepräsident

Von wuethrich @ 23:29 [ Politik ]

Heute hat Bundesrat Samuel Schmid seinen Rücktritt bekannt gegeben. Auch mich hat er damit überrascht. Im Dezember wäre er turnusgemäss zum Vize-Bundespräsidenten gewählt worden. Aus gesundheitlichen Gründen sei er zurückgetreten, hat Schmid vor den Medien ausgeführt. Als Offizier erhoffe ich mir einen VBS-Chef, der das Image und die Glaubwürdigkeit der Armee wieder verbessern kann. Es wartet viel Arbeit im VBS.

Ich hatte den Eindruck, dass die Medien sehnlichst auf den Rücktritt eines Bundesratsmitglieds gewartet haben. Spekulationen wurden von einigen Parteistrategen geschürt. In der Tat wäre die Zeit reif, dass noch einige andere Bundesratsmitglieder zurücktreten. Wir werden sehen, ob Schmid Nachahmer findet. Ende Oktober war ich an einem Essen und habe Bundespräsident Pascal Couchepin hautnah erlebt. Er ist 66 Jahre alt, aber das hat man ihm nicht angemerkt. Item. Es gibt da noch andere Kandidaten, unter anderem in meiner Partei...

Ein Detail noch zu Samuel Schmid, das mich in meiner aktuellen Lage natürlich sehr interessiert. Schmid wurde mit 27 Jahren in Rüti bei Büren zum Gemeindepräsidenten gewählt. Er hat damit früh Verantwortung übernommen. Ich bin dazu auch bereit. Auf meiner Homepage können Sie meine ausführliche Bewerbung als Gemeindepräsident von Huttwil nachlesen, die in dieser Woche in alle Huttwiler Haushalte verteilt wurde und eine Wahlvorschau von Radio Neo1 hören.

So. Morgen geht's nach Lausanne, ein langer Tag. Ich habe wieder Kurs: "marketing et communication publics". Beste Vorbereitung für die Arbeit in der Gemeinde...

Unten das offizielle Bundesratsfoto 2008 (kein Witz!):



2008-11-10

Kanton tastet Gemeindeautonomie an / Auswirkungen des geplanten FILAG auf Huttwil

Von wuethrich @ 21:19 [ Huttwil ]

Heute hat der Regierungsrat seine Ideen zur Reform des kantonalen Finanz- und Lastenausgleich (FILAG) präsentiert. Der FILAG ist ein kantonaler Finanztopf, der von den Gemeinden mit guten finanziellen Verhältnissen gespiesen wird, um wirtschaftlich benachteiligte Gemeinden zu stützen. Damit kann innerhalb des Kantons Bern ein Ausgleich zwischen ärmeren und reicheren Gemeinden bewirkt werden. In meinen Augen ein tolles System, das die Solidarität zwischen Stadt und Land, arm und reich konkret umsetzt.

Neben vielen anderen Punkten im Rahmen der FILAG-Reform schlägt der Regierungsrat in einer Variante vor die Gemeindeautonomie etwas aufzuweichen. Heute ist in der Berner Kantonsverfassung die Existenzgarantie für jede Gemeinde festgeschrieben (Art. 108 KV). Im Bericht an den Grossen Rat hält der Regierungsrat denn auch fest:

„Eine Umgestaltung der bernischen Gemeindelandschaft,die auf den Bestand einzelner Gemeinden keine Rücksicht nehmen bzw. gegenden Willen der betroffenen Gemeinde(n) erfolgen würde (z.B. Zwangsfusionen),ist demnach ohne vorgängige Änderung der verfassungsrechtlichenGrundlagen nicht möglich. Die Einleitung eines Fusionsprozesses kann nur durch die beteiligten Gemeinden selbst erfolgen, nicht durch den Kanton.“

Der Kanton Bern kann aber Anreize für Fusionen setzen. So ist die Fusion zwischen der Gemeinde Huttwil und Wyssachen ohne Änderung des FILAG aus finanzieller Sicht ein Verlustgeschäft. Der Kanton will nun aber gewisse Barrieren herabsetzen. Unter anderem schlägt er eine Verlängerung der Übergangsfrist von heute fünf auf z.B. sieben oder zehn Jahre vor. Dank dieser Verlängerung soll der „Ausgleich von fusionsbedingten Einbussen bei den Mindestausstattungen und den Massnahmen für besonders belastete Gebiete mit hoher Gesamtsteueranlage massvoll ausgedehnt werden, um die fusionshemmende Wirkung solcher Einbussen zu mildern.“ Für die Fusion von Huttwil und Wyssachen wäre eine Übergangsfrist von mindestens 10 Jahren nötig, weil erst nach dieser Zeit die nötigen Einsparungen möglich werden, um den Wegfall der FILAG-Gelder zu kompensieren. So habe ich es in Erinnerung (ich habe die Informationsveranstaltungen zur Fusion Huttwil-Wyssachen besucht und in der Arbeitsgruppe Identifikation mitgearbeitet.)

Die FILAG-Änderungen haben auch abgesehen von den Fusionsanreizen Auswirkungen auf Huttwil. Die verschiedenen Änderungen belasten die Gemeinde mit den vorgeschlagenen beiden Modellen mit 0.1 oder 0.5 Steuerzehntel. Wahrscheinlich sogar noch etwas mehr, da nicht mit den aktuellsten Zahlen gerechnet wird. Huttwil hat die Steueranlage in den letzten Jahren von 1.85 nämlich auf 1.65 gesenkt. 0.5 Steuerzehntel würde bedeuten, dass Huttwil die Steueranlage von 1.65 auf 1.70 anheben müsste, wenn nicht andere Kompensationsmöglichkeiten gefunden werden (dieser Frage werde ich als Gemeinderat oder Gemeindepräsident sicher im Detail nachgehen).

Das letzte Wort über die FILAG-Änderungen wird der Grosse Rat haben. Frühestens auf das Jahr 2012 können so die Änderungen in Kraft treten. Die Debatten zum FILAG müssen aus Huttwiler Sicht gut beobachtet werden, die eigene Meinung in den politischen Prozess eingebracht werden und am Schluss die richtigen Schlüsse für die Budgetierung auf Gemeindeebene gezogen werden.

Im Bild Finanzdirektor und Regierungsrat Urs Gasche (BDP):

 


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