2009-01-29

Riesen-Meringues im Emmental - Später Bericht über einen Sonntagsausflug

Von wuethrich @ 21:31 [ Varia ]

Das nächste Wochenende steht praktisch vor der Türe und Sie wissen vielleicht noch nicht wohin Sie am Sonntag ausfahren möchten. Dafür habe ich Ihnen einen Tipp! Letzten Sonntag bin ich mit netten Leuten Richtung Emmental losgefahren. Wie früher mit den Grosseltern peilten wir das Restaurant Siehen im oberen Emmental, Gemeinde Eggiwil an.

Der Spaziergang im Schnee und die "weissen" Strassen waren angenehm erholend. Die Sonne und der blaue Himmel versprühten eine gute Stimmung. Nach der "Wanderung" zu einem wirklich verlassenen Flecken Erde, welchen wir über eine verschneide Weide erreichten, waren wir durstig und gluschtig... Wir waren ja wegen den Meringues gekommen.

Im Restaurant Siehen gibt es Riesen-Meringues von der Bäckerei Bieri, Schangnau mit viel Rahm im Holz-Gepfi (oder wie sagt man dem schon wieder?). Auf jeden Fall so in einem runden Teller mit hohen Wänden aus Holz, damit Sie sich etwas vorstellen können. Ich wagte eine ganze Portion zu bestellen. Glacé ist nötig, damit es nicht zu trocken wird. Das Dessert war gleich mein Mittagessen, nur darum konnte ich alles essen. Aber ein Erlebnis ist der Besuch im Restaurant Siehen ("Sieche" uf bärndütsch) allemal, auch wenn man nicht so viele Kindheitserinnerungen hat wie ich. 

Der Ausblick:



2009-01-28

Glühlampen verboten - haben Sie etwas bemerkt?

Von wuethrich @ 11:31 [ Politik ]

Ende letztes Jahr gab das Bundesamt für Energie bekannt, dass ab 2009 Lampen ab 4 Watt mit der Effizienzklasse F und G nicht mehr verkauft werden dürfen. Der Bundesrat hat die entsprechenden gesetzlichen Grundlagen bereits länger beschlossen. Wer noch vorrätige "Birnen" hat, darf diese weiterhin benützen. Die Verkaufsgeschäfte dürfen ab 1.1.2009 nur noch Glühlampen mit Effizienzklasse E anbieten.

Für einmal ist die Schweiz schneller: Die gleichen Vorschriften gelten in der EU erst ab September 2009. Was allerdings nicht heisst, dass die Schweiz hier eigenständig entschieden hat. Es ist davon auszugehen, dass die Schweiz die rechtlichen Änderungen einfach schneller umsetzen kann. Zusätzlich wird die EU für Lampen ab 100 Watt Leistung und für mattierte Lampen dann bereits weiter gehende Anforderungen stellen.

Im Jahr 2012 plant der Bundesrat schärfere Vorschriften, damit die Energieeffizienz gefördert wird.Ich finde es richtig, dass der Bund hier Vorschriften erlässt, dass wir gezwungen werden Energie zu sparen. Vor dem Verkaufsregal kaufe ich einfach die Glühlampen die angeboten werden und überlege oft nicht lange. Zudem fehlt auch in vielen Läden die entsprechende Auswahl. Es ist also gut, dass der Bund hier "Stromfresser" verbietet und uns Alternativen zur Verfügung stellt. Mit der grösseren Absatzmenge werden die etwas teureren "Birnen" dann sicher ähnlich günstig wie die nun verbotenen.
 
Das Bundesamt für Energie stellte gute Ratgeber zur Verfügung. Sie können hier heruntergeladen werden. Wer die Energieverordnung nachlesen will, klickt hier. Die Darstellung unten zeigt, was ändert. Aber mal ehrlich: Haben Sie schon etwas von diesem Verbot gemerkt?
 
 

 


2009-01-26

Ausländerintergration ist nicht das Allerheilmittel - Thesen am HR-Day

Von wuethrich @ 19:19 [ Politik ]

Interessante und provokative These von Beat Kappeler: Die Ausländerintegration sei heute nicht mehr das unbedingte Ziel. Viele Ausländerinnen und Ausländer kommen in die Schweiz und arbeiten hier mit dem Ziel später wieder in ihre Heimat zurückzukehren. Oder in ein anderes Land zu gehen, wo ihre Arbeitskraft gefragt sei. Diese Leute möchten sich nicht eingliedern lassen. Mehr später...

 

 


2009-01-25

Rekruten im Ziviltenue in den Ausgang?

Von wuethrich @ 23:52 [ Politik ]

In der heutigen Ausgabe der Zeitung "Sonntag" hat Divisionär Eugen Hofmeister zur Lösung des dringendsten (?) Armee-Problems folgenden Vorschlag gemacht: Rekruten und Soldaten sollen während dem Dienst in den normalen, zivilen Kleidern in den Ausgang gehen. Der Herr Divisionär will keine Armeeangehörigen mehr sehen in unkorrekten Tenues.

Ich pflichte Herr Hofmeister zu, manchmal sieht man Armeeangehörige deren Uniform nicht korrekt getragen wird. Das gibt zuweilen ein sehr schlechtes Image für die Armee ab. Oft bin ich froh, dass ich nicht im Dienst bin und die Leute zur Korrektur mahnen muss (wie beim Abverdienen im Monte Ceneri, als ich mehrmals Kontrollen beim Einrücken ab Luzern machen musste).

Ich frage mich aber, ob es richtig ist, dass sich die Armee anpassen muss. Müsste nicht eher die Armee die Armeeangehörigen (ich spreche nicht nur von Rekruten und Soldaten, da ich auch schon Offiziere mit unschicklichem Tenue öffentlich gesehen habe) dazu bringen die Regeln einzuhalten statt diese zu ändern, weil man sie nicht durchsetzen kann?

Zu einem definitiven Schluss bin ich nicht gekommen. Wäre aber für Argumente zu haben. Die logische Folge wäre dann in meinen Augen, dass man mit noch weiteren "alten Zöpfen" bricht. Ich denke da ans Abtreten am Samstagmorgen statt am Freitagabend... Für Ihre Hinweise und Meinungen zum Thema bin ich gespannt. Im Herbst darf ich als Kommandant einer Kompanie (abverdienen) wieder einmal richtige Militärluft schnuppern.

Unten ein anonymes Platzhalterbild (Quelle: Internet, Näheres auf Anfrage, kenne den AdA übrigens nicht):


 


2009-01-22

Den Huttwiler 1.August-Redner 2009 bereits heute hören

Von wuethrich @ 10:09 [ Huttwil ]

Am letzten Montagabend war Michael Hermann Gast in der Radiosendung "Focus" auf DRS 3. Hermann ist in Huttwil aufgewachsen und ist heute Sozialgeograf. Er arbeitet an der Universität Zürich. Hermann wurde bereits letztes Jahr als 1. August-Redner von den Huttwiler Verantwortlichen angefragt.

Seine Zusage freut mich besonders, durfte ich mit ihm bereits Bekanntschaft machen (allerdings nicht in einem Huttwiler-Zusammenhang). Die Bundesfeier ist ebenfalls in meinem Gemeinderatsressort öffentliche Sicherheit, ich bin froh, dass hier gute Vorarbeit für die Feier 2009 geleistet wurde. Steht und fällt eine Bundesfeier bekanntlich mit einem guten Referenten. Ich bin sicher, dass er uns am 1. August 2009 ein interessantes Referat präsentieren wird. Wer ihn bereits heute hören will, kann die fast 60minütige Sendung auf der Homepage von DRS 3 herunterladen.

In der Vorschau schreibt DRS 3 auf seiner Homepage:

Michael Hermann ist überzeugt, dass sich die Abstimmung zum freien Personenverkehr in den städtischen Gebieten entscheidet: «Die aktuelle Wirtschaftslage, sowie die Zuwanderung von qualifizierten Arbeitskräften aus dem EU-Raum in Schweizer Städte spielt den Gegnern der Vorlage in die Hände».

Hermann hat mit seinem Atlas der politischen Landschaften die regionalen Mentalitäten der Schweiz dokumentiert. Seine Landkarten sind faszinierende Abbilder politischer und regionaler Eigenheiten unseres Landes. Ein Gespräch über Werte und Haltungen in Stadt und Land vor der wichtigsten Abstimmung des Jahres.

Michael Hermann:

 


2009-01-19

Die SP auf Bergfahrt. Der Bund berichtet.

Von wuethrich @ 20:56 [ Kanton Bern ]

Die Zeitung der Bund darf nicht von den Zürchern eingestellt werden. Darum läuft eine Petition für den Erhalt des Bundes. Hier können Sie auch unterschreiben. Ein weiterer Grund warum der Bund erhalten werden muss, lieferte er mir heute mit einer Analyse der letzten Wahlresultate der SP Kanton Bern.

Keine andere Zeitung widmet einer Partei soviel Platz und analysiert deren Lage. In der Analyse wurde der Wahlerfolg der SP Huttwil mit der Verdoppelung des Wähleranteils als "markant" gewertet. Allerdings verlor die SP in denjenigen Gemeinden, die ein Gemeindeparlament haben (ausser in Muri, wo sie aber mit 20.1 Prozent auch den tiefsten Wähleranteil hat).

Der Bundjournalist fragte auch mich nach den Gründen für den Zustand der SP. Folgendes steht im Artikel (der hier ganz nachgelesen werden kann):

«Die SP Kanton Bern macht schon die richtige Politik», sagt auch Adrian Wüthrich, Juso-Präsident 2005 bis 2008 und Gemeinderat in Huttwil. Wichtig sei, dass die SP ihre Breite zeigen könne, «dass wir Richtung Mitte schauen, dass aber auch die Linke ihren Platz hat». Als Land-SPler sei er froh, sagt Wüthrich, dass die SP im vergangenen Jahr endlich das Thema Sicherheit aufgenommen habe. Die SP, empfiehlt der Huttwiler, müsse in künftigen Wahlkämpfen im öffentlichen Raum sichtbarer werden. Es dürfe nicht mehr sein, dass die SVP in Landregionen ganze Felder bepflastere – «und irgendwo am Bahnhof klebt noch ein SP-Plakat».

Eines ist klar: Bei den Grossratswahlen 2010 muss die SP überzeugend auftreten. Mit dem neuen grafischen Auftritt, der bald präsentiert wird, den neuen Strukturen und neuen Kampagnenideen werden wir zu den Leuten gehen und für den Erfolg kämpfen müssen. Ich bin bereit das nötige in der Region Oberaargau zu leisten. Auch damit die rot-grüne Mehrheit im Regierungsrat erhalten bleibt. Deshalb ein Bild von 2007 mit Regierungsrätin Barbara Egger und Regierungsrat Andreas Rickenbacher mit Rahel Imobersteg, Nadine Masshardt und mir vor unserem einzigen JUSO-Wahlplakat 2007.



2009-01-18

Heute Sonntag hatte die Feuerwehr Huttwil zweimal zu tun

Von wuethrich @ 23:51 [ Huttwil ]

Der Anlass dieses Beitrags ist die Tatsache, dass ich fast neben dem Feuerwehrmagazin wohne. Heute musste ich den ganzen Tag lernen, damit ich meine morgige Prüfung in Rechtssetzungslehre bestehe, und sass lange im Büro. Durch das Bürofenster habe ich besten Blick auf das Feuerwehrmagazin (Bild unten, das TLF kehr zurück).

Somit habe ich als Anwohner - nicht als Gemeinderat - sofort mitbekommen, dass die Feuerwehr heute Sonntag zweimal ausrücken musste. Einmal vor 18 Uhr. Dieser Einsatz dauerte etwas mehr als eine Stunde. Das Tanklöschfahrzeug und die Autodrehleiter rückten aus (inkl. der kleineren Fahrzeuge), und kamen bald zurück. Um 19 Uhr war wieder alles retabliert, nehme ich an. Das Licht im Magazin brannte nicht mehr.

Kurz nach 22 Uhr rückten aber erneut die Feuerwehrmänner an, um in den nächsten Einsatz zu gehen. Diesmal war es wohl ein Fehlalarm, die Fahrzeuge kamen schnell zurück. Die Huttwiler Feuerwehrmänner, die als erste alarmiert werden, mussten an diesem Sonntag also zweimal ihren Ruhetag unterbrechen, zweimal ihre Familien verlassen, um für die Gesellschaft in den Einsatz zu gehen. Das ist nicht selbstverständlich. Wir alle sind ihnen dafür zum Dank verpflichtet. Wir alle setzen darauf, dass im Ernstfall die Feuerwehr schnell vor Ort ist und uns hilft.

Als Anwohner der Feuerwehr war ich bereits vor meiner Wahl in den Gemeinderat für die grosse Arbeit der Feuerwehrleute sensibilisiert und habe freundnachbarschaftlich das Geschehen rund um das Magazin verfolgt. Als neuer Ressortverantwortlicher öffentliche Sicherheit der politischen Behörde war ich heute nun aber etwas unsicher. Geziemt es sich durch das Fenster rüberzuschauen und nichts zu tun? Sollte ich sofort ins Magazin und nachfragen, was wo los sei und allenfalls auf dem Schadenplatz einen Augenschein nehmen?

Ich werde das mit meinem Vorgänger und dem Feuerwehrkommandanten einmal diskutieren. Heute hielt ich es für angemessen etwas zu warten. Wäre der Einsatz länger gewesen, wäre ich vorbeigegangen. Dies war heute nicht der Fall und ich fand es nicht verhältnismässig. Als Gemeinderat muss ich ja nicht bei jedem - natürlich bedauerlichen - Küchenbrand vor Ort sein. Als Mitglied der Feuerwehr sähe es natürlich anders aus (das ich nicht bin, weil ich in Bern arbeite und anstelle des Feuerwehrdienstes etwas mehr Militärdienst leiste). Oder was meinen Sie?

 


2009-01-17

Schweizer Skirennfahrer machen Freude in Wengen

Von wuethrich @ 14:51 [ Varia ]

Ich verfolge die Skirennen gerne. Vor allem die Rennen im Berner Oberland finde ich sehr spannend. Früher assen wir während den Fernsehübertragungen jeweils vor dem Fernseher, was sonst nicht erlaubt war. Die ganze Familie hat jeweils mitgefiebert.

Heute habe ich während dem Essen auch mitgefiebert - ausnahmsweise lief der Laptop auf dem Küchentisch. Mit Wireless-Internet und der Website wilmaa.com konnten wir das Lauberhornrennen praktisch vom Küchentisch aus verfolgen.

Das Rennen lief sensationell. Ich mag den Sieg Didier Defago gönnen. Auch Hoffmann hat wieder einmal gezeigt, dass er doch schnell fahren kann. Und die Bilder, die vom Berner Oberland wieder in die ganze Welt übertragen wurden, sind auch herrlich. Einmal werde ich es noch schaffen, das Rennen in Wengen live vor Ort zu verfolgen.

Ich freue mich bereits wieder auf die Skiferien in Grindelwald... Dann werde ich die Lauberhornpiste selber fahren können ;-) Hier ein selbst geschossenes Foto auf das Dorf Wengen (das heute einer Festhütte gleicht) vom Februar 2007, als Schnee Mangelware war:

 


2009-01-14

Weihnachtsgeschenke in Ebay und Ricardo weiterverkaufen?

Von wuethrich @ 19:56 [ Varia ]

Einmal etwas Unpolitisches. Letzte Woche flatterten zwei Newsletter von den Auktionsplattformen Ebay und Ricardo in meine Mailbox (per Zufall nur mit wenigen Minuten Unterschied). Beide hatten den gleichen Inhalt: Man soll die unbeliebten Weihnachtsgeschenke in Ebay und Ricardo verkaufen. Da bin ich froh, dass ich alle Weihnachtsgeschenke behalten will und an diesen Freude hatte. Die Honigwachskerze von meinem Göttibuben war ein besonders schönes Geschenk.

Diese Woche habe ich gehört, dass Ricardo sogar Autos verkaufen will. Bin gespannt, ob sich das bewährt. Dabei kam mir in den Sinn, dass wir im letzten Sommer eine Aktion auf dem Bundesplatz machten und am gleichen Standort auch zwei Werbemenschen von Ricardo vor dem Bundeshaus standen, um für ihre Sache Werbung zu machen. Das Auto sah so aus, als wäre es ersteigert gewesen ;-)

Zurück zur Titelfrage. Wenn ich mir vorstelle, plötzlich ein Geschenk von mir in Ricardo zu finden, das ich jemandem verschenkt habe, würde ich mir schon Gedanken machen. Würden Sie die unpassenden Weihnachtsgeschenke öffentlich weiterverkaufen? 

Mein Weihnachtsgeschenk kann nicht weiterverschenkt werden: Es ist nämlich ein Gutschein für eine Zugsreise in 1. Klasse (Huttwil-Basel-Delsberg-Lausanne-Ouchy-Brig-Lötschberg-Bern-Huttwil). Nun wurde Weihnacht in diesem Blog doch noch zum Thema.

 


2009-01-13

Politiklandschaft Oberaargau in Bewegung: Wo gibt's die nächsten Sektionen?

Von wuethrich @ 14:27 [ Region ]

Heute ist im Langenthaler Tagblatt erneut über die neue SVP-Partei zu lesen. Rückblick: Nach dem Ausschluss der SVP Graubünden und weiteren Verfehlungen von Zürcher-Rechten haben sich einige SVPler den Mut zusammengeschlossen und eine neue Partei gegründet. Dass es einmal soweit kommt, habe ich nicht für möglich gehalten. Aber offenbar bestand die Option "neue Partei" immer in gewissen Berner-SVP-Hinterköpfen.

Nun heisst die neue SVP-Partei eben Bürgerlich-demokratische Partei (BDP). Das Langenthaler Tagblatt erläutert im Artikel die Abkürzung nicht einmal mehr, obwohl die Partei noch nicht einmal sieben Monaten besteht. Im Oberaargau besteht erst eine Sektion. Nun können es die regionalen Medien kaum erwarten, bis weitere Sektionen im Oberaargau gegründet werden. Am 10. März 2009 wird dann die Regionalpartei Oberaargau gegründet, um den Grossratssitz von Dieter Widmer zu halten (ich hoffe, dass Dieter Widmer noch genügend Zeit hat, um auch für den SRO-Ambulanzstandort Huttwil zu kämpfen...).

Auch ich schliesse mich der Neugier der Medien an und frage mich, wo die heute in der Zeitung angekündigten 8 (!) Sektionen im Oberaargau entstehen könnten? Die grössten Gemeinden in der Region Oberaargau sind Langenthal, Herzogenbuchsee und Huttwil. Wird es in diesen Gemeinden neue Parteien geben? Es wird spannend werden. Zuerst wird es in Roggwil eine Sektion geben.

Als SP-Mitglied kümmern mich die BDP-Entwicklungen eigentlich nicht. Aber aus politikwissenschaftlicher Sicht (die im Rahmen meines Studiums nicht unwichtig war) sind die Vorgänge natürlich höchst spannend. Die BDP ist gemäss heutigem Artikel ja nicht nur Sammelbecken ehemaliger, enttäuschter SVP-Mitglieder, sondern auch interessant für Personen, die bisher keiner Partei angehört haben. Was muss also geschehen, damit die Leute wieder vermehrt in Parteien aktiv werden?

Ich bin froh, dass die SP ein breites Meinungsspektrum zulässt und damit fertig wird. Wenn ich Richtung Deutschland schaue, dann haben in der SP Deutschland vor ein paar Jahren BDP-ähnliche Vorgänge ihren Lauf genommen. Wobei ich in beiden Fällen der Meinung bin, dass vor allem die aktuellen Führungskader ein Problem miteinander haben. Das Interview, das ich von Herr Müntefering (SPD-Vorsitzender) hörte, in dem er über Oskar Lafontaine (Die Linke) urteilte, kam mir etwa so vor wie regionale SVP-Mitglieder am Stammtisch nun über die BDP-Dissidenten wie BDP-Präsident Hans Grunder reden. 

Was hat die BDP für eine Auswirkung auf die Oberaargauer Politik? Was meinen Sie? Meiner Meinung nach, wird sie der SVP und der FDP Stimmen abnehmen. Aber eben auch der SP. Für die SP ist das schwieriger als für die anderen bürgerlichen Parteien. Im Kanton Bern hat ja die bürgerliche Zusammenarbeit zwischen SVP und FDP über Jahre bestens funktioniert, ob da nun eine dritte Partei dazu kommt ist einerlei. Aber was meinen Sie? Kommentare können mit einem Klick auf "Kommentar" unterhalb des Bildes abgegeben werden.

Bundesrätin Widmer-Schlumpf (BDP) wurde Schweizerin des Jahres 2008:

 

 


 


Posts  1 - 10 /12