2009-04-20

Ich absolviere eine Führungsausbildung in der Armee

Von wuethrich @ 00:23 [ Varia ]

Im Moment weiss ich nicht, ob es eine gute Entscheidung war, die Ausbildung zum Kompaniekommandanten in Angriff zu nehmen. Das beschleichende Gefühl habe ich jedoch immer vor ungewissen Situationen. Ich weiss nämlich nicht was mich im Führungslehrgang I in den kommenden vier Wochen erwarten wird.

Ich weiss aber wie sehr ich von der Offiziersschule profitiert habe und möchte diese Erfahrungen nicht missen. Damit ich nächstes Jahr meine ehemalige Kompanie übernehmen kann, sind diese Ausbildungstage einfach nötig. Als Transportoffizier ist mir die Welt der Infanterie unbekannt. In den nächsten Tagen wird sich dies sicher ändern...

Solange wir eine Milizarmee haben, sollte man sich nach Kräften engagieren. Dafür mache ich keinen Feuerwehrdienst. An den Wochenenden haben wir zum Glück frei. Bis dahin müssen Sie auf den nächsten Blog-Eintrag warten...

 


2009-04-18

Gewerbeausstellung aus zwei Perspektiven - Bützberg und Ursenbach

Von wuethrich @ 17:58 [ Region ]

An diesem Wochenende präsentiert sich das regionale Gewerbe gleich in zwei Dörfern. In Bützberg wurde gestern die BüGA 2009 eröffnet. In Ursenbach findet nach längerer Zeit wieder eine Gewerbeausstellung statt. Beide sind bis Sonntagabend für das Publikum offen.

Nach Bützberg wurde ich von der SP Thunstetten-Bützberg eingeladen. Die SP hat den Gewerbeverein angefragt, ob die lokalen Parteien auch einen Stand machen könnten. Nach einigem Hin und Her gab das OK der Büga ihr Einverständnis. Die anderen Parteien SVP und FDP mussten nachziehen und auch einen Stand machen. 

Der Effort der SP finde ich äusserst gut, weil die Gewerbeausstellung ein guter Ort ist, um mit vielen Menschen im Dorf in Kontakt zu kommen. Ich habe im Vorstand der SP Oberaargau die Daten der Gewerbeausstellung im ganzen Oberaargau durchgegeben. Da die SP in Bützberg dies gleich umgesetzt hat, fand ich so toll, dass ich gleich an der Eröffnung teilnahm (damit kein falscher Eindruck entsteht: Die SP Thunstetten-Bützberg und ich kamen selbstständig auf die Idee). Ihr Stand war ein optischer Farbtupfer in der ganzen Ausstellung. Der Wettbewerb fehlte natürlich nicht. Ich schätze, dass 111 Würfelzucker in der Schale sind. Unterschreiben kann man Initiativen und Petitionen, es hat viel Informationsmaterial und aufgestellte Menschen, die sich für das Dorf einsetzen wollen (wie das Gewerbe). In Bützberg habe ich die Perspektive des Besuchers gehabt. Sollte das Vorzugslos Nr. 002026 einen Preis gewonnen haben, es wäre meins...

Anders in Ursenbach, wo ich die Perspektive als Aussteller und Gewerbebetreibender hatte. An der Gewerbeausstellung nahm die Wüthrich Haustechnik GmbH das erste Mal an der Gewerbeausstellung in Ursenbach statt. Als Miteigentümer der GmbH half ich meinem Bruder natürlich gerne. Ich verteilte Kugelschreiber an die Besucherinnen und Besucher. Sonst wären viele durchgeschlendert ohne die Leistungen unserer Unternehmung wahr zu nehmen (das ist ähnlich wie an einer Standaktion, nur dass mein Bruder sein Einkommen von der GmbH erhält).

Viele Leute kannten wir persönlich und es fanden interessante Gespräche statt. Mit der Zeit hängt es an... Prompt verwechselte ich einen Polizisten mit einem Käsermeister (sorry no einisch ;-)) Bei so vielen Gesichtern kann dies ja passieren, oder? Am Schluss war ich froh, an in der "Gwärbler-Beiz" etwas essen und trinken zu können. Ich bin gespannt, wie viele Aufträge für die Wüthrich Haustechnik GmbH wegen der Gewerbeausstellung reinkommen. Falls Sie ein Problem mit Wasser oder Ihrer Heizung haben, Sie wissen schon... 

 

Ein Unterschied zwischen Ursenbach und Bützberg: An die BüGA wurden die regionalen Politikerinnen und Politiker eingeladen, nach Ursenbach nicht (wäre interessant gewesen wohin sie gegangen wären). In Bützberg hielt die einheimische Grossrätin die Ansprache.

Anstossen am Stand der SP: Paul Knutti, Manuela Zimmermann, Yvonne Lüthi und SP-Regierungsstatthalter Martin Sommer.

Die Eigentümer der Wüthrich Haustechnik GmbH: Ich und Geschäftsführer/Meistersanitär Bruno Wüthrich vor dem provisorisch montierten zentralen Staubsauger (so etwas Praktisches).

Ein Ausschnitt des Standes der Wüthrich Haustechnik GmbH:

 


2009-04-17

Brandruine Meer-Möbel-Areal wird abgebrochen

Von wuethrich @ 12:02 [ Huttwil ]

Gestern in der Berner Zeitung und heute im Langenthaler Tagblatt wird berichtet über den Abbruch der verbrannten Gebäude auf dem alten Möbel-Meer-Areal. Am 18. November 2008 brannten diese Hallen lichterloh. Zum Glück waren sie praktisch leer. Die Kantonspolizei hat menschliches Versagen als Brandursache angegeben. Wer schuld war am Brand kann die Polizei nicht sagen, gemäss Medienberichten.

Herr Richner wird im Langenthaler Tagblatt zitiert, dass man bereits vor Weihnachten mit dem Abbruch hätte beginnen wollen, die nötige Bewilligung habe aber gefehlt. Damit will er die Verzögerung der Einwohnergemeinde in die Schuhe schieben. Ich werde das abklären.

Interessanter ist die Frage was an diesem Standort nun gebaut werden kann. Wie es im Bericht auch heisst, will die BLS offenbar ein zweites Geleis auf dieser Höhe einbauen. Was auch richtig ist, da lange Güterzüge mit den Personenzügen in Huttwil schlecht kreuzen können. Zudem könnten die Personenzüge etwas weiter oben kreuzen und so einige Sekunden Fahrzeit gewinnen.

Auf der anderen Seite müsse ein Sicherheitsabstand zur Langete von 10 Meter eingehalten werden. Die Überschwemmungen 2007 haben auch ihre Spuren am Meer-Möbel-Gebäude hinterlassen. Es wäre verantwortungslos wieder so nahe an die Langete zu bauen. Ja, dann bleibt nicht mehr viel Platz für eine neue Nutzung.

Einfach renaturieren und einen kleinen Park will der Eigentümer sicher nicht machen. Ideen sind gefragt. Und Investoren. Ich bin gespannt. 

Aus dem Langenthaler Tagblatt von heute:


2009-04-16

Die SP Huttwil hat einen neuen Präsidenten

Von wuethrich @ 17:28 [ Huttwil ]

Gestern tagte die SP Huttwil und blickte auf ein intensives Polit-Jahr zurück. Als Zeichen des Danks an meine Parteikolleginnen und -Kollegen, stelle ich diese Plattform der SP Huttwil zur Verfügung und veröffentliche ihre Medienmitteilung:

Martin Stuker neuer SP-Präsident

 Die SP Huttwil hat an ihrer ordentlichen Hauptversammlung auf ein erfolgreiches Jahr zurück geblickt. Theo Kauz hat wie angekündigt das Präsidium abgegeben. Sein letztes Jahr war mit der Durchführung des kantonalen SP-Parteitages und dem Sitzgewinn bei den Gemeinderatswahlen durch zwei Höhepunkte gekennzeichnet. Als neuer Präsident wurde alt Gemeinderat Martin Stuker gewählt. Markus Widmer amtet neu als Vizepräsident.

Im Restaurant Schultheissenbad begrüsste Theo Kauz zu seiner letzten Hauptversammlung. Während viele Parteien einen Mitgliederschwund zu verzeichnen haben, kann die SP Huttwil vier neue Mitglieder und sechs neue Sympathisantinnen und Sympathisanten aufnehmen. Die Anstrengungen in der Mitgliederwerbung führten zu diesem Erfolg. Die SP Huttwil ist jederzeit für alle interessierten Bürgerinnen und Bürger von Huttwil und Umgebung offen, die sich an der Gemeindepolitik beteiligen wollen. Präsident Theo Kauz blickte in seinem Bericht auf ein ereignisreiches Jahr zurück. Klar sei dies für ihn bereits an der letzten HV gewesen. Der Parteitag der SP Kanton Bern fand am 21. Juni 2008 in Huttwil statt, was viel Arbeit für die lokale SP bedeutete. Die interessanten Voten und die Anwesenheit der Parteiprominenz im Mohrensaal machten den Tag unvergesslich.

Viel Wahlkampf im letzten Jahr

Das vergangene Jahr stand aber ganz im Zeichen der Gemeinderatswahlen. Die SP Huttwil zog mit Aicha Rachdi, Franziska Ryser, Markus Widmer und Adrian Wüthrich in den Wahlkampf. Am Märit war die SP zwei Mal präsent. Zum Thema „Mieten und Wohnen“ lud die SP zu einem Informationsanlass ein. Nationalrätin Evi Allemann gab kompetente Antworten. Mit dem Sitzgewinn im Gemeinderat und der Verdoppelung des Wähleranteils wurden am Wahltag die besten Prognosen übertroffen. Franziska Ryser und Adrian Wüthrich wurden mit sehr guten Resultaten gewählt.

40 Prozent für Adrian Wüthrich

Zusammen mit den Listenverbindungspartnern beschloss die SP mit dem neu gewählten Gemeinderat Adrian Wüthrich für das Gemeindepräsidium anzutreten. Damit ermöglichte die SP den Stimmberechtigten eine Auswahl für das höchste Huttwiler Amt. Trotz der Mehrarbeit und des verlängerten Wahlkampfes bereute niemand die Kandidatur. Adrian Wüthrich erhielt beachtliche 40 Prozent der Stimmen. Gelitten hat einzig die Parteikasse, die nach den Wahlen naturgemäss mit einem Minus schloss, wie Kassier Ueli Grossenbacher rapportierte.

Markus Widmer neuer Vizepräsident

Auf dem Höhepunkt soll man zurücktreten, so Theo Kauz zu seinem Rücktritt. Er werde nun kürzer treten. Kauz dankte, dem ebenfalls zurücktretenden Sekretär Alfred Leuenberger, den Mitgliedern in den Kommissionen und dem zurückgetretenen Gemeinderat Martin Stuker für die Arbeit in der vergangenen Jahren. Stuker kehrt der Politik aber nicht den Rücken: Er wurde an der Versammlung einstimmig zum neuen Präsidenten gewählt. Die Nachfolge von Stuker als Vizepräsident tritt Markus Widmer an. Ebenfalls neu gewählt wurde Lilo Barthod als Sekretärin. Ueli Grossenbacher, Eveline Christen, Markus Buri, Thomas Nyffeler und Philippe Vincen Raj wurden in ihren Vorstandsämtern bestätigt. Adrian Wüthrich und Franziska Ryser sind als Gemeinderatsmitglieder von Amtes wegen im Vorstand. Eveline und Ueli Christen wurden für ihre 20jährige Parteimitgliedschaft geehrt. Der neue Präsident Martin Stuker ehrte mit markanten Worten Theo Kauz für seine zwölf Präsidenten-Jahre. Er sei als Gemeinderat immer froh gewesen, dass jemand die Partei kompetent „manage“. Stuker dankte Theo Kauz für sein langjähriges ehrenamtliches Engagement. Kauz wird als Mitglied der Kommission für öffentliche Sicherheit weiter aktiv bleiben.

Umfangreiches Tätigkeitsprogramm

Langweilig wird es der SP Huttwil nicht. Im Tätigkeitsprogramm wurde ein Podium zur kantonalen Abstimmung über das Harmos-Konkordat aufgenommen. Weiter plant die SP einen Besuch im Briefpostzentrum Härkingen. Der Besuch der Gemeindeversammlungen und die geselligen Anlässe fehlen natürlich auch nicht. Interessierte sind jederzeit herzlich willkommen. Nach der Versammlung liessen es sich die Anwesenden bei einem Imbiss gut gehen und politisierten eifrig über aktuelle Themen.

Der neue SP-Vorstand umrahmt von der Dekoration des Rest. Schultheissenbad: (v.l.n.r.): Martin Stuker, Markus Widmer, Ueli Grossenbacher, Theo Kauz, Eveline Christen, Adrian Wüthrich, Lilo Barthod, Philippe Vincen Raj.

 


2009-04-15

Region Oberaargau in der kommunikativen Defensive

Von wuethrich @ 12:35 [ Region ]

Das Bekanntwerden der Ablehnung des Agglomerationsprogramms Langenthal hat einigen Staub aufgewirbelt. Die Region Oberaargau wurde prompt auf dem falschen Fuss erwischt und kommt aus der kommunikativen Defensive nicht mehr heraus. Die Fakten werden der Öffentlichkeit nicht klar auf den Tisch gelegt. Die Medien können weiter recherchieren und immer neue Folgeartikel bringen.

Es wäre das beste gewesen, wenn die Region Oberaargau von sich aus im Herbst 2008 die Ablehnung kommuniziert hätte. Sie hätte die Gründe aus ihrer Sicht darlegen können und sie hätte die gemachten Fehler aufzeigen können (von wem diese auch immer gemacht wurden).

Bis heute hat die Region Oberaargau nicht klar aufzeigen können woran das Agglomerationsprogramm gescheitert ist. Stattdessen kommt der Geschäftsführer der Region Oberaargau unter die Räder. Markus Ischi hat viel für die Region Oberaargau getan, das steht ausser Frage. Er hatte viel Handlungsspielraum und hat viel beeinflusst. So ist klar, dass man einen Verantwortlichen sucht. Die Personifizierung in den Medien verstärkt nun die Kritik.

Natürlich haben mehrere Personen Fehler gemacht. Es wird aber für die Region nicht schaden, wenn einmal eine andere Person Geschäftsführer unserer Region wird. Wer über so lange Zeit den gleichen Posten inne hat, kann in meinen Augen nicht Jahre lang gleich gut arbeiten. In die Ära Ischi fällt natürlich der Autobahnzubringer Oberaargau, dem die Region stets nachtrauert und viele andere Chancen verpasst hat. Eine neue Person auf der Geschäftsstelle kann neue Impulse bringen und unverkrampfter mit den Behörden von Bund und Kanton verkehren. Die neue Person wird hoffentlich in etwa zwei Jahren mit einer Regionalkonferenz arbeiten können. In meinen Augen ist die Einführung dieses Instrumentes dringend nötig und passt zum Generationenwechsel.

 

Hier ein Bild von der Website der Berner Zeitung. Keine Angst: Markus Ischi ist nicht SP-Geschäftsführer... 


2009-04-14

Zentrumslasten der Gemeinde Huttwil

Von wuethrich @ 20:30 [ Huttwil ]

Wenn ich Zeitungen lese, fallen mir oft interessante Tatsachen auf. Im Unteremmentaler vom 28. März 2009 wird auf Seite 2 von der Hauptversammlung des Bibliothekvereins Huttwil berichtet. 2008 habe die Gemeinde Huttwil an die Bibliothek 67'000 Franken bezahlt (2'000 Franken mehr als 2007).

Von den 2'737 eingeschriebenen Leserinnen und Lesern sind 1'149 Erwachsene und 1'588 Kinder und Jugendliche. Fast die Hälfte der eingeschriebenen Lesenden sind Personen, die nicht in Huttwil wohnen (1'343).

Die Leistungen der Gemeinde Huttwil kommen also fast zur Hälfte den Auswärtigen zu Gute. Das ist richtig und in meinen Augen soll Huttwil diese Zentrumsfunktion tragen (man könnte auch das Schwimmbad, die Musikschule, etc. erwähnen). Wir dürfen dies aber auch ab und zu erwähnen, damit es nicht zur Selbstverständlichkeit wird.

Bei anderen Leistungen, welche die Gemeinde Huttwil für die Region Huttwil erbringt, bezahlen die Gemeinden mit. So (wahrscheinlich) bei der neuen Autodrehleiter für die Feuerwehr, die Huttwil anschaffen möchte.

Zentrumsnutzen hat Huttwil in dem die Bevölkerung der umliegenden Gemeinden (hoffentlich) nach Huttwil einkaufen kommen. Eine genaue Kosten-Nutzen-Rechnung kann man nicht aufstellen. Wichtig ist, dass wir in der Subregion Huttwil eine gute Zusammenarbeit pflegen können. Das ist für die Zukunft fast am Wichtigsten.

 

Hat nicht nur regionalen Charakter: Nationales Sportcenter Huttwil. Wichtig für die ganze Region Huttwil:

 

 

 


2009-04-11

100 Tage Gemeinderat in Huttwil - Teil 1

Von wuethrich @ 15:54 [ Huttwil ]

In der Silvesternacht beim Anstossen auf’s neue Jahr ist mir am Fest in der Alten Turnhalle Huttwil die Verantwortung als Gemeinderat bewusst geworden. Als ich mich draussen abkühlte, kam der Veranstalter zu mir und meinte „es isch e chli lut. Go go luege, dass es chli liser wird.“ Dabei hatte ich gar nichts gesagt. Seither sind 100 Tage vergangen. Die Gepflogenheit erlauben es nach 100 Tagen im Amt einen Blick zurück und einen Blick nach vorne zu machen.

Die Ereignisse rund um den 8. Dezember 2008 liessen mich glauben, dass eine Zusammenarbeit im neu gewählten Gemeinderat schwierig werden wird. Es kam in diesen 100 Tagen aber anders und ich darf feststellen, dass wir ein sehr gutes Team sind. Natürlich hat jede und jeder seine Meinung und seine Art, aber wir kümmern uns effektiv parteiübergreifend um das Wohl der Gemeinde und der Region Huttwil.

Mir wurden von Ratskollegen Tipps gegeben, meine Meinung wird akzeptiert und ernst genommen und wir unterstützen uns gegenseitig. So kann man arbeiten. Ich gebe es zu: Die Wahl von Annette Leimer als Vizepräsidentin war gut. Erstens habe ich für mich persönlich Zeit gewonnen, die zuweilen sehr knapp wird und zweitens macht Annette Leimer ihre Aufgabe sehr gut. Sie ist als Frau und mit ihrer Art die bessere Ergänzung zu Hansjörg Muralt als ich. Das ist aber die einzige Qualifizierung von Ratskolleginnen und –Kollegen, die ich mir an dieser Stelle erlaube.

Dass ich bis jetzt noch keiner Jubilarin oder Jubilaren zum hohen Geburtstag gratulieren gegangen bin, kann als einziger leiser Protest meiner Nichtwahl als Vizepräsident aufgefasst werden. Als Vizepräsident hätte ich dies sicher gemacht (obwohl es nie diskutiert wurde, dass es die Aufgabe des Vizepräsidiums ist), der Gemeinderat war klar der Meinung, dass wir diese Tradition weiterführen.

Ende Teil 1 / Teil 2 folgt.

Der Wahlkampf ist vorbei: Hier die SP-Gemeinderatskandidierenden 2008 am Märit:


2009-04-09

Amtsbezirke verschwinden - Amtliche Anzeiger bleiben

Von wuethrich @ 19:21 [ Region ]

Am Dienstag konnte in den Zeitungen gelesen werden, dass die amtlichen Publikationsorgane weiterhin in den bisherigen Gebieten verteilt werden. Meist entspricht dies den heutigen Amtsbezirken. Im Amt Trachselwald trifft dies nicht ganz zu: Lützelflüh und Rüegsau haben den Amtsanzeiger Burgdorf. Ab 1. Januar 2010 werden die Amtsbezirke abgeschafft und an ihre Stelle die etwas grösseren Verwaltungskreise.

Huttwil gehört heute zum Amtsbezirk Trachselwald, ab 2010 zum Verwaltungskreis Oberaargau (gleich wie Eriswil, Walterswil und Wyssachen). Ab 2010 werden also im Anzeiger Trachselwald die amtlichen Meldungen der Verwaltungskreise Emmental und Oberaargau publiziert werden müssen, da dieser an Gemeinden aus beiden Kreisen geschickt wird.

Begründet wird der Status Quo damit, dass der Kanton Bern seine gesetzlichen Vorgaben noch nicht angepasst hat. Zudem hätten sich die meisten Gemeinden des Amtsbezirks Aarwangen für den Status Quo ausgesprochen. Auch in der Region Huttwil "sei gegenwärtig der Wunsch noch stark, nach dem Aufteilen des Amtsbezirks Trachselwald wengistens den gemeinsamen Anzeiger zu behalten" wird Gemeindeschreiber Lorenz Heiniger aus Wyssachen im Langenthaler Tagblatt zitiert.

Ob da die Verlierer der damaligen Abstimmung sprechen? Ich kann den Entscheid auf alle Fälle nicht verstehen. Und bin sicher, dass ich nicht der einzige bin. Wie Lorenz Heiniger wohl zu dieser Aussage kommt? Der Gemeinderat von Huttwil hat seit 2009 zu dieser Frage nie Stellung genommen (und wahrscheinlich auch 2008 nicht). An der Information der Huttwiler Parteipräsidenten (damals waren es noch 6 - am Montag wurde die BDP Huttwil gegründet, womit es zukünftig sieben sind) von Anfang Februar waren durchwegs alle der Meinung, dass sich die Region Huttwil dem Anzeiger Aarwangen anschliessen soll. 

Für Huttwiler Inserenten ist so oder so mühsam, da wir an der Grenze sind. Für das politische Zusammengehörigkeitsgefühl wäre es in meinen Augen besser gewesen von Anfang an eine Änderung zu machen. Der Anzeiger ist das wöchentliche "Hallo" der öffentlichen Hand in jedem Haushalt. Er stellt eine Identifikation her. Mit dem Anzeiger Trachselwald hängen wir etwas nach, das es nicht mehr gibt. Auch die "Oberaargauer" (oder Aarwangener bei einer 2-Anzeiger-Lösung) merken nicht, dass die Region Huttwil neu dabei ist. Auf das Sitzungsgeld sollten die Mitglieder der Verwaltungskommission des Anzeigers Trachselwald ja nicht angewiesen sein. Zudem wird der Trachselwalder Anzeiger bereits in Langenthal gedruckt. 

Für die Grossratswahlen ist diese Lösung für die Region Huttwil auch alles andere als praktisch. Es wird für die Parteien und Kandidierenden Mehrkosten geben. Zudem gibt es noch kein Kombi-Inserat für die Anzeiger Wangen, Aarwangen und Trachselwald.

Schade, dass man nicht eine klare Lösung gefunden hat. 

 

Sollte Geschichte sein, wird aber noch einige Zeit überleben (einfach ohne Amt):


2009-04-06

Der Gemeinderat zu Besuch

Von wuethrich @ 23:59 [ Huttwil ]

Ich mache (noch) keinen Rückblick auf die ersten 100 Tage im Amt als Gemeinderat von Huttwil. Aber ich will von einer kleinen, aber feinen, Tradition berichten, die wir heute wieder gelebt haben. Vor x-Jahren haben die damaligen Gemeinderatsmitglieder beschlossen, dass sie den Gemeinderat zu sich nach Hause einladen, wenn er oder sie Geburtstag hat. Auch der neue Gemeinderat hat abgemacht das in dieser Legislatur weiterzuführen.

Heute habe ich nach der Gemeinderatssitzung zu mir nach Hause eingeladen. Ich habe zwar erst anfangs Mai Geburtstag, da aber im Mai mehrere zum Zuge kommen und ich im Militär bin, habe ich das heutige Datum gewählt. Nach fast dreistündiger Sitzung haben wir uns bei mir einen Imbiss gegönnt und einen feinen Tropfen genossen. 

Das Zusammensitzen am Schluss der Sitzung lässt vergessen, was man vorher an der Gemeinderatssitzung intensiv debattiert hat. Es ermöglicht auch das eine oder andere aus dem Privatleben auszutauschen. Das obligate Geschenk und die Worte des Präsidenten dürfen nicht fehlen, so auch heute (danke an dieser Stelle!).

Den gleichen Imbiss durften schon meine Skiclub-Vorstandsmitglieder geniessen. Da es ihnen offenbar gemundet hatte, konnte ich heute mit gutem Gewissen die gleiche Käse- und Fleischplatte auftischen (kreiert durch die Mutter meiner Freundin...). Damit wäre erneut etwas Unpolitisches Thema in diesem Blog gewesen, was ja eher die Ausnahme ist.

Nicht vergessen:

 

 


2009-04-04

Eishockey in Huttwil - Quo vadis?

Von wuethrich @ 18:00 [ Huttwil ]

Wenn ich schnell Zeitung lese, dann reisse ich manchmal Zeitungsseiten heraus mit Artikeln, die ich später lesen will. Das habe ich auch mit der Sportseite Nummer 18 vom Unteremmentaler vom 26. März 2009 gemacht. Heute habe ich mir den Artikel nach der Vorbereitung der nächsten Gemeinderatssitzung zu Gemüte geführt.

Zuerst ein Artikel über die Gründung des neuen Eishockeyclubs "Huttu High Flyers" und anschliessend das Interview mit EHC-Napf Präsident Heinz Krähenbühl. Dazu kamen mir einige Gedanken, die ich hier los werden will. Ich schreibe dies nicht als Gemeinderat, sondern als neuer Fan der Huttwil Falcons. In der letzten Saison habe ich nämlich so viele Eishockeymatches geschaut, wie nie in den letzten Jahren. Ich bin nun sogar Mitglied des 300-er Clubs (auch Sponsor des EHC Napf).

Der EHC Napf wurde im Jahr 1996 gegründet und entstand aus der Fusion der Vereine EHC Wasen Sumiswald, EHC Rohrbach und EHC Huttwil. Anfangs letzter Saison wurde der Name der ersten Mannschaft umgeändert in Huttwil Falcons. In der kommenden Saison wird die ehemalige 1. Mannschaft des EHC Napf als Aktiengesellschaft geführt mit dem Namen Huttwil Falcons. Die restlichen Mannschaften verbleiben im EHC Napf. Wie nun eben bekannt wurde, nabelte sich auch die dritte Mannschaft vom EHC Napf ab. Gestern kam aus, dass der Vertrag mit dem Trainer der ersten Mannschaft überraschend aufgelöst wurde.

Die Entwicklung ist in meinen Augen nicht gerade vertrauensvoll. Als Fan frage ich mich, ob da alle Fäden noch zusammen gehalten werden und die Nachwuchsarbeit trotz der neuen AG mit der ersten Mannschaft nicht vernachlässigt wird. Der Traum jedes Nachwuchsspielers ist doch einmal in der ersten Mannschaft spielen zu können. Ob das mit zwei verschiedenen Organisationen mit unterschiedlichem Namen noch der Fall ist?

Dass offenbar einige EHC-Napf-Mitglieder nicht zufrieden sind (oder waren), zeigt die Vereinsgründung der ehemaligen 3. Mannschaft. Die Fokussierung auf das erste Team hat offenbar den Zusammenhalt im Verein nicht gestärkt (in der Politik kennen wir ja die getrennten Weg von Parteien auch). Die Zukunft der zweiten Mannschaft ist offenbar auch nicht ganz klar, wie ich gehört habe.

Es bleibt zu hoffen, dass unsere Region im regionalen Eishockey den aufgebauten, guten Namen behalten kann und mit den Huttwil Falcons weiter um den Aufstieg in die NLB kämpfen kann und dass der Spagat gelingt, dass der Breitensport nicht zu kurz kommt. Das bedingt, dass die Vereine breit aufgestellt und nicht von Einzelpersonen abhängig sind. Hopp Falcons Huttwil! Hopp EHC Napf! Hopp Huttu High Flyers!

PS: Im Artikel über die Gründung der Huttu High Flyers wird angemerkt, dass der Name auch im Hinblick auf die Sponsorensuche gewählt worden ist. Noch bevor die Biketec mit ihrer Flyerproduktion nach Huttwil gezügelt wurde, hofft man sich von der neuen Unternehmung eine Unterstützung. Zu Recht. Aber es haben so viele Hoffnung und Erwartungen in die Biketec. Lassen wir sie einmal zügeln und die Produktion aufnehmen.

 

Die Falcons Huttwil, Saison 2008/2009 (Bild: www.huttwil-falcons.ch).

 


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