2009-05-30

DRS1 diskutiert in Huttwil über die Spitallandschaft - kommen Sie live zur Sendung?

Von wuethrich @ 17:31 [ Huttwil ]

Am nächsten Dienstag, 2. Juni 2009 wird aus dem ehemaligen Spital Huttwil eine Doppelpunkt-Sendung von Schweizer Radio DRS 1 live unter der Leitung von Christine Hubacher ausgestrahlt. Thema: „Gibt es zu viele Spitäler?“ Exemplarisch wird auch die Spitalschliessung Huttwil vor einem Jahr diskutiert.

Wer interessiert ist an dieser Diskussion im Gebäude des heutigen Gesundheitszentrums Huttwil beizuwohnen, soll vor 20.00 Uhr da sein. Die Diskussion beginnt um 20.03 Uhr und dauert bis 22.00. Dabei sind:

  • Dr. med. Dominik Lüdi, Standortleiter Gesundheitszentrum Huttwil
  • Dieter Widmer, Verwaltungsratspräsident SRO
  • Michael Jordi, Gesundheitsdirektorenkonferenz aller Kantone
  • Adrian Wüthrich, Gemeinderat Huttwil, Initiator Petition

Es werden mit dabei sein: jemand von der Pflege und jemand aus der Direktion SRO Langenthal. Angefragt wurden zudem: Urs Birchler, Insel-Direktionspräsident und ein Vertreter des Spitalamtes des Kantons Bern.

Es ist eine öffentliche Veranstaltung. Alle Interessierten sind herzlich willkommen! Weitersagen erlaubt… Wer eine gute Geschichte zum Spital Huttwil oder rund um die Spitäler Langenthal und Niederbipp hat, kann mir dies per Mail sagen. Ich werde sie Frau Hubacher weiterleiten. Wer anwesend ist, könnte so evtl. zu Wort kommen.

Vor zwei Jahren hätten wir die öffentliche Diskussion über unser Spital gerne über Radio DRS1 geführt, jetzt ist es einfach Vergangenheitsbewältigung. Ich nehme aber gerne an der Diskussion teil und gebe Inputs. Es werden in Zukunft ja noch viele Spitäler geschlossen werden. Niederbipp wird als nächstens dran sein... Leider. Aber wir müssen froh sein, wenn wir im Oberaargau in zwanzig Jahren noch das Spital Langenthal haben.

Am 24. Juni haben wir Trauerflor am Notfallschild angebracht: Das Spital Huttwil inkl. Notfall wurde geschlossen.


2009-05-29

Ein Plus Huttwils: Frauenfussball-Schule

Von wuethrich @ 14:31 [ Huttwil ]

Themen für meinen Blog gibt es viele. Oft kommt mir beim Lesen von Zeitungen und Berichten in den Sinn "Ah, das könnte ich auf meinem Blog berichten.". Aus Zeitgründen geht dies dann unter. Der Blog ist also spiegelbildlich für mein zeitraubendes Engagement auf mehreren Ebenen. Gestern habe ich spät in der Nacht die Sendung "sportaktuell" auf SFinfo geschaut. Da wurde über Huttwil berichtet!

Das kann auch keine Gemeinde bieten: Der Schweizerische Fussballverband betreibt im Sportcenter Huttwil die Fussball Academy für Frauen. Gestern Donnerstag war der Tag des Frauen-Fussballs in der Schweiz. Bei der Fussball-Academy in Huttwil war aus diesem Anlass der Tag der offenen Tür. Eine Delegation des Gemeinderates war eingeladen und viele weitere Gäste.

Spannend ist die Zusammenarbeit zwischen den Fussballverantwortlichen, der Lehrkräften der öffentlichen Schule und den Gastfamilien. Da wird viel in Kauf genommen und viel Flexibilität an den Tag gelegt. Das System verdient grosse Anerkennung und kann ein gutes Vorbild für weitere Bereiche sein. Weiter so! Es braucht für solche Projekte nicht immer eine private Schule... Die Gastfamilie der porträtierten Langnauerin Lia Wälti kenne ich natürlich bestens. Wer die Fernsehbeiträge verpasst hat, kann sie hier (klicken) noch anschauen (nach unten scrollen und auf das Bild klicken).

Das in Huttwil nicht nur eine Fussball-Schule für Frauen angesiedelt ist, sondern auch eine 3.- Liga-Frauenmannschaft des SC Huttwil und des SV Sumiswald die Meisterschaft spielt, soll an dieser Stelle auch erwähnt werden. Mein Kollege und Trainer der Fussballfrauen Philippe Mathys macht nach jedem Spiel ein Info-Mail an alle Interessierten. Hier ein Auszug des letzten Spiels:

Meisterschaft Damen SC Huttwil - AS Italica 2:0

Weiterer Schritt Richtung Klassenerhalt    
Das Damenteam von Huttwil/Sumiswald gewinnt das vorgezogene Meisterschaftsspiel gegen die AS Italica mit 2:0 und macht so einen weiteren Schritt Richtung Klassenerhalt. Der verdiente Heimsieg hätte durchaus auch höher ausfallen können, doch hat man die Tore wohl noch für das Spiel am Pfingstmontag in Courrendlin aufgespart, wo man nun aus eigener Kraft den angestrebten Klassenerhalt erreichen kann.

Nächstes und letztes Spiel:
Montag, 1. Juni 2009 15:00 FC Courrendlin - SC Huttwil

Ich drücke den Damen die Daumen, damit der Klassenerhalt gelingt? Mehr Infos auf www.svsumiswald.ch  . Auch im Bereich Frauenfussball hat Huttwil also ein Plus, das nicht jede Gemeinde hat!

 


2009-05-20

Was im Spital Langenthal passiert ist, kann in jedem Spital passieren

Von wuethrich @ 17:13 [ Region ]

Leider ist auch die Medizin vor Fehlern nicht geschützt. Wir wissen noch nicht was genau passiert ist und wo etwas nicht richtig gemacht wurde. Etwas verunsichern tut einem der Tod dieser Patientin im eigenen Spital schon, das gebe ich zu. Ich musste gerade an meinen Grossvater denken, der bis letzten Montag im SRO-Spital Niederbipp war. Zum Glück geht es ihm wieder besser.

Die Angehörigen der verstorbenen Patientin spreche ich mein Beileid aus. Ich bin sicher, dass die Spital Region Oberaargau AG alles daran setzen wird den Fall genaustens abzuklären. Soweit ich weiss, ist SRO zertifiziert und hat einen Qualitätsausweis. Es kann immer etwas passieren, wo Menschen arbeiten. Es kann in jedem Spital passieren. Es sollte nicht passieren. 

Wenn ich denke, dass auch Menschen sterben können, weil die Ambulanz zu spät eintrifft, so motiviert mich das doppelt für den Ambulanzstandort Huttwil zu kämpfen. Die Finanzierung ist nur bis Ende 2009 gesichert. Nun müssen wir alle Hebel in Gang setzen. Wenn dank der Ambulanz Huttwil nur ein Menschenleben gerettet werden kann, weil die Ambulanz schnell vor Ort ist, hat es sich bereits gelohnt.

Tödlicher Fehler im Spital Langenthal
Im Spital von Langenthal (BE) ist offenbar wegen eines Zwischenfalls bei einer Bluttransfusion eine Frau nach einer Operation gestorben. Das zuständige Untersuchungsrichteramt hat Ermittlungen eingeleitet.

 Hier hatten wir noch Hoffnung das Spital Huttwil zu retten (Huttu Märit 2007):


2009-05-19

Ich habe einen neuen Chef! Der Eisenbahner-Gewerkschaftsboss heisst Giorgio Tuti

Von wuethrich @ 22:21 [ Politik ]

Heute war Kongress SEV. Kein Militär mehr. Gut, am Morgen musste ich an der Uni im Rahmen eines Seminars zu Gemeindereformen zuerst einen Vortrag halten über die Fusion der Gemeinden Wyssachen und Huttwil. Die Präsentation gefiel, obwohl ich erst spät auf das eigentliche Thema Fusionsvertrag kam.

Am Nachmittag durfte ich dann vor den Delegierten am Kongress des Schweizerischen Eisenbahn- und Verkehrspersonal-Verbandes (SEV) das von mir entworfene Positionspapier zur Verkehrspolitik präsentieren. Es wurde einstimmig angenommen. Ich bin froh, die Arbeit geht erst jetzt richtig los. Aber zuerst freue ich mich auf einige Stunden Schlaf. Morgen gehts um 8 Uhr weiter mit dem Bürgerbus. öV in Huttwil!

 

 

 


2009-05-05

Lagebericht aus dem Militär: Duell mit Langenthal

Von wuethrich @ 15:57 [ Varia ]

Die Armeeführung hat viele (alle?) militärischen Einheiten zur Absolvierung von fünf Kilometer aufgeboten. Dies im Rahmen der Aktion "Go for Five" der Sportwoche "schweiz.bewegt". Bern tritt gegen Langenthal an. Da ich nun im Führungslehrgang in Bern bin, muss ich also gegen Langenthal antreten. Das tue ich natürlich gar nicht gern. Gegen die eigenen Landsleute antreten ;-)

Ich bin mir aber sicher, dass die Langenthalerinnen und Langenthaler ebenso intensiv Sport treiben werden und im Vergleich mehr Schritte auf ihrem Konto haben. Leider kann ich meine Schritte nicht auf das Konto von Langenthal überschreiben lassen. 

Das ich mitten im FLG bloggen kann, ist ungewöhnlich. Normal haben wir ein so volles Programm, dass es gerade zum Essen reicht und ein kurzes Verlüften. Den Computer in dieser Zeit aufzufahren lohnt sich nicht. Heute mussten wir sogar früher aufstehen. Um 05.30 Uhr... Die Rettungstruppen von Wangen a/A (auch aus dem Oberaargau!) führten uns hier auf dem Kasernenareal vor was sie alles leisten können. Eindrücklich. Ebenso die Sanitätstruppen haben eine Führung vor Ort aufgestellt. Beide Truppengattungen kenne ich bereits sehr gut: Als Motorfahrer habe ich meinen zweiten Teil RS bei den Rettungstruppen in Genf absolviert und meine Motorfahrerausbildung und die Abverdienen meiner Grade in Monte Ceneri, der bis vor kurzem der Standort der Sanitätstruppen war.

Die Gemeinderatssitzung gestern ging übrigens speditiv über die Bühne. Zu berichten gibt es jedoch wenig. Die Gemeinderechnung wird Ende Mai an einer Medienorientierung vorgestellt. 

So, ich muss rennen gehen... Hopp Langenthal!


2009-05-04

Wochenendrückblick in Bildern: Parteitag / 1. Mai / HV Skiclub

Von wuethrich @ 18:18 [ Region ]

Mein Wochenende dauert etwas länger: Wir haben heute Montag einen zusätzlichen Tag Urlaub im Führungslehrgang I der Armee. Ich konnte ihn dringend brauchen. Die Emails sind beantwortet, die Post von letzter Woche gemacht und die Gemeinderatssitzung vorbereitet. Da ich mit meinem Jahresbericht in Bildern an der HV des Skiclubs gute Erfahrung gemacht habe, mache ich einen Kurzrückblick über mein Wochenende.

Freitag, 1. Mai: 1. Mai-Ansprache bei der SP Niederbipp / Oberbipp im Längwald vor erfreulicherweise viel Publikum. Fazit: Die Region Oberaargau muss kämpfen wie die Gewerkschaften.

In Niederbipp traf ich den ehemaligen SP-Gemeindepräsidenten Ueli Simon. Er führte die Gemeinde Niederbipp während den letzten 12 Jahren sehr erfolgreich.Der Gedankenaustausch mit ihm war interessant und lernreich...

Am Samstagabend die Hauptversammlung des Skiclubs. Mehr hier. Auf dem Bild das abtretende Vorstandsmitglied Simon Kilchenmann. Neu im Vorstand ist Sandra Eberhart. Wir konnten auch zwei Ehrenmitglieder ernennen. Das war auch für mich ein besonderer Moment: Jürg Mathys und Jakob Zaugg haben es sehr verdient.

 

Und hier noch ein Nachtrag vom letzten April-Wochenende. Am Parteitag der SP Region Oberaargau diskutierten wir über den Autobahnzubringer Oberaargau. Nadine Masshardt und ich setzen uns gegen die neue Strasse ein und forderten eine schnelle Sanierung der bestehenden Strasse durch Aarwangen. Herr Ulrich Seewer vom Kanton und Robert Sutter, Präsident der Region Oberaargau waren anderer Meinung. Die SP-Delegierten entschieden aber klar: 15 zu 5 Stimmen gegen die neue Strasse. Ich bin für diesen Support sehr froh.

 

Nach der heutigen Gemeinderatssitzung muss ich schon bald ans Einrücken denken. Der zweite Teil FLG I wird nicht weniger anstrengend als der erste... Gute Woche!


2009-05-02

Dummerweise habe ich Ja zum biometrischen Pass gesagt / 1. Mai in Niederbipp

Von wuethrich @ 11:50 [ Huttwil ]

Ich gebe wieder einmal ein Lebenszeichen von mir... Da ich zur Zeit den Führungslehrgang I der Schweizer Armee in Bern absolviere und mich damit zum Kompaniekommandanten ausbilden lasse, bleibt keine Zeit mehr für's Bloggen. Einige Gedanken dazu werde ich sicher in diesem Urlaub noch im Blog veröffentlichen können. Wir haben nämlich bis am Montagabend Urlaub. Für die Gemeinderatssitzung am Montagabend musste ich so gar kein Urlaubsgesuch stellen. Den Eintrittstest habe ich bestanden und muss am Montag auch nicht früher einrücken...

Gestern konnte ich schon etwas früher gehen. Ich wurde nämlich von der SP Niederbipp eingeladen an ihrer 1. Maifeier eine Rede zu halten. Das Urlaubsgesuch wurde bewilligt. Der Schulkommandant hat mir vor Bundesrat Ueli Maurer mitgeteilt, dass es bewilligt war. Ich musste Maurer nämlich orientieren, dass die SP nicht für die Abschaffung der Armee ist, sondern eine andere Armee möchte. Item. Maurer meinte trocken, dass ich für die Armee Werbung machen solle am 1. Mai. Das habe ich natürlich nicht gemacht. Jeder muss selber wissen, wie er sich betreffend Armee verhalten will. Ich vertrete die Auffassung, dass in einer Milizarmee auch sozialdemokratischdenkende Menschen in Kaderpositionen aktiv sein sollen.

Was mir beim Lesen meiner vielen Emails dieser Woche aber ärgert: Ich habe bereits abgestummen. Ich habe Ja gesagt zum biometrischen Pass. Erstens will ich die Beziehungen zur EU und die Schweizer Mitgliedschaft im Schengen-Abkommen nicht gefährden. Zweitens bin ich als Politiker nicht mehr so sensibel, ob Daten von mir gespeichert werden. Auch normale Bürgerinnen und Bürger haben an vielen Orten Spuren hinterlassen, die gespeichert werden. Ob die Fingerabdrücke nun gespeichert werden oder nicht, darüber kann man sich streiten. Ich hätte mich wohl auch gegen die Datenbank gewehrt. Ich war aber der Meinung, dass man diesen sauren Apfel halt mitakzeptieren muss. 

Von SP-Präsident Christian Levrat erhielt ich nun eine Email mit der Orientierung, dass Ada Marra im Nationalrat einen Vorstoss eingereicht hat, der einen biometrischen Pass ohne Datenbank vorsieht. Hätte ich das vor einer Woche gewusst, hätte ich zum biometrischen Pass Nein gesagt.

Hier das Mail von Christian Levrat:

Liebe Freundinnen und Freunde

Eben habe ich mein Abstimmungscouvert ausgefüllt und abgeschickt: JA zur Komplementärmedizin, NEIN zum Überwachungsstaat (biometrischer Pass). Ein Doppelerfolg am 17. Mai ist in greifbarer Nähe. Sofern ihr ebenfalls abstimmt und in eurem Umfeld mobilisiert. Ich werde zum Beispiel am 1. Mai, wo ich in Langenthal und Pratteln rede, die vielen Kontakte und Gespräche im Umfeld der Feier nutzen, um Leute von unserer Haltung zu überzeugen.

Ich weiss, dass einige von uns beim NEIN zum biometrischen Pass ein ungutes Gefühl haben. Gefährdet das nicht unsere Zusammenarbeit mit der EU, zu der auch das Schengen-Abkommen gehört?

Ich kann euch versichern: Dies ist keineswegs der Fall. Heute reicht meine Waadtländer Kollegin Ada Marra im Nationalrat einen Vorstoss ein. Sie verlangt, dass der Bundesrat nach einer Ablehnung am 17. Mai unverzüglich eine neue Vorlage zum biometrischen Pass ausarbeiten soll. Aber diesmal ohne unnötige und gefährliche zentrale Datenspeicherung. Und mit der Freiheit, selber auswählen zu können, ob man eine Identitätskarte mit Chip will oder nicht. Dafür müssen nur wenige Artikel im Ausweisgesetz angepasst werden. Mehr nicht.

Es ist somit problemlos möglich, dass wir rechtzeitig bis Anfang März 2010 eine Regelung über biometrische Pässe haben, die wir mittragen können. Gegen biometrische Daten in Reisepapieren haben wir nichts einzuwenden – wohl aber gegen die Datenschutzrisiken und fehlende Bürgerinnen- und Bürgerfreundlichkeit.

Mit dem Vorstoss von Nationalrätin Ada Marra schlagen wir zwei Fliegen auf einen Streich: Wir erbringen den Tatbeweis, dass wir biometrische Daten in Reisepapieren mittragen, wenn sie auf eine gute Art umgesetzt werden. Und wir zeigen den Weg auf, wie wir mit einem NEIN am 17. Mai zu einer besseren Lösung kommen, die mit Schengen kompatibel ist. Also: Heute abstimmen. Und ab die Post. Und morgen den 1. Mai feiern!

Vielen Dank für eure Unterstützung und herzliche Grüsse, Christian Levrat