Das Elektrovelo Flyer wird ab heute in Huttwil produziert
Nach einem intensiven Arbeitstag stehen heute Abend noch drei Sitzungen auf meinem Programm. Es geht um die Bundesfeier, die Feuerwehrverordnung und um die Geschäfte der Feuerwehr Huttwil im Allgmeinen. Trotzdem will ich mir die Zeit nehmen, um ein bedeutendes Ereignis zu erwähnen.
Die Biketec AG produziert das begehrte Elektrovelo "Flyer". Genau diese Unternehmung hat Huttwil als neuen Firmenstandort ausgewählt und hat in den letzten Tagen von Kirchberg (an der Autobahn Bern-Zürich) nach Huttwil (an die Bahnlinie Langenthal-Luzern) gezügelt. Ab heute werden die Telefone der Biketec AG in Huttwil abgenommen. Offenbar wird auch schon in Huttwil produziert. Am Wochenende des SlowUp Emmental-Oberaargau vom Freitag, 11. September bis am Sonntag, 13. September wird die grosse Einweihungsfeier über die Bühne gehen.
Grosse Erwartungen werden in die neue Unternehmung gesteckt. Alles soll mit Biketec besser werden. Ein neuer, hiesiger Eishockeyclub hat bereits vorsorglich den Namen Flyer in den Vereinsnamen integriert, weil man auf Sponsorengelder hofft (mehr hier). Biketec inspiriert für neue Ideen. Wer arbeitslos wird, hofft bei Biketec eine neue Stelle zu finden (auch bestehende Huttwiler Unternehmen mussten leider bereits Leute entlassen). Im Oberaargauer Buch wird jede Gemeinde des neuen Verwaltungsbezirks Oberaargau vorgestellt, natürlich kommt im Huttwiler Text die Biketec AG prominent vor. Beispiele gäbe es noch mehr.
Drei Aspekte finde ich am Umzug der Biketec nach Huttwil sehr interessant:
- Mit der Biketec AG kommt ein Unternehmen nach Huttwil, das die aktuelle Öko-Orientierung voll nutzen kann und ein innovatives und zukunftsträchtiges Produkt anbieten. Das Image der Biketec soll auch auf Huttwil abfärben. Das neue Produktionsgebäude ist ökologisch der letzte Schrei und wird von vielen Bauherren als Anschauungsobjekte herangezogen. Ich erhoffe mir, dass auch noch weitere Unternehmen mit innovativen Produkten im Bereich Energie/Verkehr nach Huttwil umsiedeln. Damit könnte ein entsprechender "Cluster" entstehen, in dem sich die Unternehmen untereinander befruchten und dem Industriestandort Huttwil zu erneutem Glanz verhelfen könnten. Nach der Möbelindustrie, neue Unternehmen mit neuen Ideen.
- Mit der Biketec AG wird auch der Tourismus in unserer Region profitieren. Die Flyer-Herzrouten und die vielen Projekte, welche die Biketec AG umsetzen will, sind verheissungsvoll. Die regionalen Restaurants und Hotels können sich bereits über einen Impuls freuen. Wenn wir es geschickt machen, kommen die Gäste mehrmals. Die Kontakte zur Tourismusorganisation Pro Regio Huttwil sind hergestellt. Der SlowUp 2009 im Zusammenhang mit der Eröffnung wird ein erster Eindruck bringen.
- Mit der Biketec AG kann das Huttwiler Standortmarketing einen tollen Erfolg vorweisen. Die Zusammenarbeit in Huttwil klappt auf der politischen Seite. Zudem zeigt der Zuzug, dass Huttwil auch Stärken hat, die von gewissen Unternehmen (wie der Biketec AG) geschätzt werden. So schlecht kann unser Standort also nicht sein. Natürlich hat die Biketec AG auch einige Bedürfnisse. Nicht zu letzt wegen der neuen Unternehmung werden wir den Bürgerbus ausbauen und eine neue Haltestelle einrichten.
Eines ermöglicht die Biketec AG Huttwil auch noch: Huttwil wird Trubschachen mit der höchsten Flyer-Dichte ablösen ;-)
Am Biodiversitätstag Oberaargau habe ich auch Werbung für den Flyer gemacht:
Eine Bombe vor dem Bundeshaus - Nein zu Megatrucks
Ich durfte in den letzten Tagen viele interessante Momente erleben. Gerne würde ich diese immer zeitnah im Blog kommentieren, doch oft fehlt die Zeit - oder ich nehme mir sie nicht. Auf jeden Fall will ich nachträglich von einer Aktion vom 18. Juni berichten.
Im Namen meines Arbeitgebers SEV engagiere ich mich gegen die riesigen Lastwagen, welche 25.25 Meter lang und bis zu 60 Tonnen schwer sein können. Sie werden Gigaliner oder Megatrucks genannt. Sie sind eine Gefahr für die Verlagerungspolitik und wären eine ernsthafte Konkurrenz für den Schienengüterverkehr. Der SEV macht mit bei der internationalen Koalition gegen die Megatrucks.
An der Übergabe der Petition des Verkehrs-Clubs der Schweiz bei der Bundeskanzlei war ich mitdabei. Wir konnten die Petition gegen die Zulassung der Gigaliner mit 30'000 Unterschriften übergeben. Die Erhöhung der Gewichtsbegrenzung von 40 auf 60 Tonnen gleicht einer tickenden Zeitbombe. Die Folgen wären eine Zunahme des Strassenverkehrs, eine Rückverlagerung des Güterverkehrs von der Schiene auf die Strasse, eine erhöhte Unfallgefahr, negative Auswirkungen auf die Gesundheit und das Klima sowie horrende Kosten (gerade für Kantone und Gemeinden).
Als wir die mannshohe Bombe ausluden und vor das Bundeshaus fuhren, lachten einige Passanten. Aber niemand nahm die Sache Ernst. Terroristen müssen sich also nur als Aktivistinnen und Aktivisten verkleiden. Gut, die Verantwortliche der Aktion hat uns bei der Bundeskanzlei vorangemeldet und die Sache mit der Bombe erklärt. Der Sicherheitsdienst war also vorinformiert. Ich gehe davon aus, dass die Umgebung per Video überwacht wird und wir unbemerkt genau beobachtet waren.
Wir liessen die Bombe dann auch krachen. Es gab einen riesen Knall, welcher uns und die anwesenden Fotografen kurz erschreckte (wahrscheinlich auch die Beamtinnen und Beamten im Bundeshaus). Hier (klicken) kann das Video des Tagesschau-Beitrages angeschaut werden. Wir konnten auf alle Fälle ein Zeichen setzen. Weil eines ist klar: Erlaubt die EU einmal die Megatrucks, dann muss die Schweiz wegen dem Landverkehrsabkommen diese auch erlauben. Der Widerstand muss deshalb bereits jetzt sichtbar werden.
PS: Im Zusammenhang mit den Megatrucks ist das neue SP-Logo mit dem "Ja" unpassend ;-)

Das neue Logo der SP Schweiz veröffentlicht - gewöhnungsbedürftig
An der heutigen Delegiertenversammlung wurde das radikal neue Logo meiner Partei veröffentlicht. Parteipräsident Christian Levrat hat vor einer halben Stunde ein Mail an alle Mitglieder mit dem neuen Logo geschickt und die Überlegungen dazu erläutert. Neben SP steht nicht mehr "klar.sozial" sondern nur noch "ja". Diese Reduktion auf's Wesentliche gefällt mir. Wir wollen verändern und wir wollen den Fortschritt.
Manchmal müssen wir aber auch nein sagen. Zur Ausschaffungsinitiative beispielsweise oder zur Minarettinitiative. Der Einsatz des SP-Logos in einer solchen Kampagne wird noch interessant. Es könnte Verwirrung stiften. In diesem Fall würde das Ja wohl weggelassen. Die grafische Umsetzung gefällt mir nicht. Das ist aber ein rein persönlicher Eindruck. Ich habe lieber klare, mit starken Farben ausgestattete Grafiken. Das Rot ist nicht so leuchtend und die Schrift ist klein im Verhältnis zum Ganzen. SP geht darin etwas verloren. Zusammen mit dem "ja" ist das Logo irgendwie auch nicht harmonisch. Vielleicht findet das nur mein Auge so.
Wenn ich mir die Logos der verschiedenen Parteien auf einem gemeinsamen Kampagnenplakat vorstelle, dann wir das SP-Logo fast nicht zu erkennen sein. Die rote Fläche schon, aber "SP" wird man fast nicht lesen können. Schwarz weiss könnte es gut aussehen, aber SP ist einfach zu klein geschrieben. Der gesamte grafische Auftritt wird sicher noch ein anderes Bild geben. Hier also das neue SP-Logo:
Wer mehr zum Logo bzw. zum Claim "ja" hören will, kann den Werbespot hier anhören. Darin wird auch etwas mehr erklärt, warum es für Veränderungen und Fortschritt zuerst ein "Ja" braucht.
Ich frage mich immer, ob es geschickt ist ein Logo radikal zu ändern. Das kostet immer viel Geld (das die SP eigentlich nicht hat). Zweitens war das alte Logo in den Köpfen präsent, man hat es gekannt. Bis zu den nächsten Wahlen müssen wir den neuen grafischen Auftritt wieder soweit haben, dass eindeutig ist, wer dahinter steckt.
Eine Herausforderung wird auch sein die ganzen Websites aller Sektionen und Kantone auf den neuen Auftritt umzuändern. Viele Kantonalparteien haben ihren eigenen Auftritt. In Neuenburg ist der SP-Auftritt generell in blauen Farben und nicht rot.
Ich will an dieser Stelle den neuen SP-Auftritt nicht in den Boden reden. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Ich/wir werden uns an das neue Gesicht der SP gewöhnen. Ich verbinde die Hoffnung damit, dass wir das Image unserer Partei dadurch verbessern können und unsere Botschaften gut an die Frau/an den Mann bringen. Letztlich bringt es eine grundlegende Haltung zum Tragen: Die SP vertritt ein positives Menschenbild. Grundsätzlich gehen wir davon aus, dass die Menschen Gutes im Sinn haben (andere sehen in jedem Menschen einen potentiell Kriminellen). Das wirkt sich auf die Politik aus. Sie können wählen, was Ihnen lieber ist.
Was halten Sie vom neuen SP-Logo?
Welche Volksinitiative soll die SP lancieren? Leuenberger-Rücktritt wäre besser.
2011 sind Nationalratswahlen. Die SP bereitet sich bereits jetzt darauf vor und arbeitet ein neues Logo und einen neuen grafischen Auftritt aus. Ich bin auf das neue Logo gespannt. Wenn wahr wird, was ich bereits gesehen habe, bin ich noch nicht begeistert. Ich lasse mich überraschen.
Frank-Walter Steinmeier, der SPD-Bundeskanzlerkandidat, hat für seinen Wahlkampf ein schönes, rundes Sujet gewählt. Das Logo der SPD scheint daneben richtig eckig und kantig:
Punkto Wahlkampf sind die Genossen in Deutschland sehr innovativ. Die neuen Medien werden voll genutzt. Steinmeier ist auf allen gängigen Portalen zu finden. Seine Botschaften können auf Youtube heruntergeladen werden. Die Website der SPD ist dagegen etwas verwirrlich. Ich bin mir gewohnt verschiedene Links zu haben, wo man was findet. Auf dem Anfangsportal muss man zuerst einfach mal etwas anklicken bis man zu verschiedenen Punkten kommt, die dann allerdings sehr übersichtlich angeordnet sind. Logos kennt die SPD übrigens viele, wenn man
hier nachschaut. Das Logo der JUSO kommt mir bekannt vor. Auch der Name "SP 60+" kommt vor. Unsere älteren Mitglieder der SP Region Oberaargau, die sich viermal im Jahr treffen, nennen sich neu auch
"SP 60+".
Als Vorbereitung für die Nationalratswahlen will die SP Schweiz eine Volksinitiative lancieren. Ich finde es eine sehr gute Idee fünf mögliche Initiativthemen vorzuschlagen und das breite Publikum darüber diskutieren zu lassen. Eigentlich sind alle Volksinitiativen gute Ideen:
Bringt knapp und klar auf den Punkt, wofür die SP kämpft - für einen Mindestbruttolohn von 3500 Franken und somit für die Menschen mit den kleinsten Einkommen.
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Die Krise wütet, Menschen verlieren ihren Job. Mit massiven Investitionen in erneuerbare Energien schaffen wir Tausende neuer Arbeitsplätze und schützen unsere Umwelt.
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Eltern sollen nach der Geburt ihres Kindes Anrecht auf sechs bis zwölf Monate Elternurlaub haben. Finanziert über die Erwerbsersatzordnung, soll dieser die Kinderbetreuung gewährleisten.
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Für Kinder und Jugendliche sowie junge Erwachsene bis 25 Jahre soll die Grundversicherung kostenlos sein, finanziert über eine nationale Erbschaftssteuer.
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Das fixe Rentenalter trägt der individuellen Situation von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern nicht Rechnung. Anspruch auf eine AHV-Rente soll in Zukunft haben, wer während 40 Jahren Beiträge einbezahlt hat.
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Ich favorisiere die Volksinitiative für die Erbschaftssteuer, weil man damit die Krankenkassenprämien aller Kinder und Jugendlichen unter 25 Jahre zahlen könnte. Das würde die Familien entlasten und wäre vielleicht ein kleiner Anreiz doch Kinder zu haben.
Falls Sie auch mitbeeinflussen wollen, welche Volksinitiative die SP Schweiz lancieren soll, können Sie hier klicken und abstimmen. Die beste Wahlhilfe wäre wohl, wenn Moritz Leuenberger zurücktreten würde und die SP ein neues Bundesratsmitglied stellen könnte (ich habe allerdings nichts gegen Leuenberger und bin sehr froh wie er für den öV schaut. Aber alles hat ein Ende, auch seine Ära). Sein Generalsekretär Hans Werder hat Jahrgang 1946 und wird 2011 pensioniert. Länger wird Moritz nicht bleiben, da bin ich fast sicher. Vielleicht hat die SP auch gleich beide Sitze im Bundesrat zu besetzen, wenn Micheline Calmy-Rey auch zurücktritt? Es wird auf alle Fälle spannend.
Fahrplan vom Dezember 2009 im Netz: Sie können ihn noch beeinflussen! Anekdoten vom regionalen öV
Der neue Fahrplan wird ab 13. Dezember 2009 gültig sein. Bereits jetzt kann er im Entwurf unter www.fahrplanentwurf.ch angeschaut werden. Das Bundesamt für Verkehr (BAV) hat die Konsultation zum Fahrplan 2010 bereits am 2. Juni eröffnet. Stellungnahmen können noch bis 16. Juni 2009 abgegeben werden. Die Eingaben werden nicht in allen Kantonen gleich gewichtet. Im Kanton Bern ist die grosse Mitwirkungsrunde für Parteien und Verbände längst abgeschlossen. Der Grosse Rat hat entschieden wo welche Linien im öV-Angeboten werden.
Im Fahrplanverfahren geht es denn "nur" darum Fehler und zu knappe Anschlüsse zu verbessern und allenfalls einfache, bessere Lösungen im Minutenbereich zu treffen. Wer sich im Dezember nicht ärgern will, soll jetzt seine hauptsächlich benutzte Reise anschauen und Korrekturen melden.
Ab 13. Dezember 2009 werden keine Züge mehr zwischen Huttwil und Sumiswald verkehren. Im Fahrplanentwurf ist auch ersichtlich, dass der neue Bus zwischen Eriswil und Sumiswald-Grünen nicht via Affoltern-Dorf verkehren wird, wie das einmal in einer Planungssitzung angeregt wurde. Die Herbrig ist in guter Distanz zur Haltestelle Häusernmoos. Der Umweg über das Dorf wäre nicht zumutbar gewesen für alle jene, die effektiv zügig nach Sumiswald oder Huttwil reisen wollen.
Es ist gut, dass auf der Strecke Huttwil-Sumiswald keine Züge mehr verkehren - ausser man hätte die Strecke saniert. Vor einigen Tagen bin ich mit der letzten S4 von Bern (ab 23.20h) nach Huttwil gefahren. Ab Affoltern-Weier darf nur noch knapp 40 km/h gefahren werden und auch so gibt es Schläge, dass man sich fragt, ob der Zug nächstens entgleisen will. Die Strecke ist sicher noch sicher, aber taugt nicht mehr für regelmässigen Personenverkehr. Es bleibt zu hoffen, dass die BLS die Strecke nicht sofort zurückbaut, sondern für den Güterverkehr (mit Diesellok) und für die Dampffreunde noch lange zur Verfügung steht. Nach Affoltern-Weier werden erstaunlich viele (und gut bezahlte) Güterwagen geliefert.
Da wir zwischen Huttwil und Langenthal ab 13. Dezember den Halbstundentakt erhalten, werden die Geleise stärker genutzt werden (der Güterverkehr ist auch beachtlich). Die BLS saniert deshalb die Strecke nach Rohrbach in den Nächten dieser Tage. Gestern musste ich am Abend ab Madiswil auf den Bahnersatz-Bus umsteigen (21.51h Langenthal ab). Der Bus war fast zu klein. Angeschrieben war er übrigens noch mit "Bahnersatz RM". Ob sich da jemand einen freud'schen Verschreiber geleistet hat ;-)

Voller Einsatz für die Huttwiler Ambulanz - DRS1-Sendung und Besuch beim Regierungsrat
Meine letzte Woche war sehr interessant, ich hatte mit vielen Themen zu tun. Ein Thema hat mich vor, über und nach Pfingsten begleitet: Der Einsatz für den Ambulanzstandort Huttwil. Es war das erste Thema, das ich in den Gemeinderat eingebracht habe und deshalb verfolge ich es mit Gemeindepräsident Hansjörg Muralt mit aller Aufmerksamkeit.
Was das Spital für die Huttwiler Bevölkerung bedeutet, kam letzten Dienstagabend in der Sendung Doppelpunkt von Schweizer Radio DRS1 live aus dem Gesundheitszentrum Huttwil hoffentlich zum Ausdruck. Ich durfte an dieser Diskussionsrunde teilnehmen und vom Einsatz für den Spitalstandort Huttwil - von der Petition - erzählen. Frau Hubacher hat als Moderatorin das Wort klar verteilt, so war es mir nicht möglich in die Diskussion über die Gesundheitskosten mitzudiskutieren. Meine Meinung hätte ich gerne gesagt. Ich bin der Auffassung, dass mit den hohen Krankenkassenprämien etwas gehen muss und wir sparen müssen. Wenn man der Bevölkerung transparent aufzeigt, dass man mit Spitalschliessungen effektiv Geld einsparen kann, diese die Schliessungen auch mitträgt. Es braucht aber einen klaren Plan und keine Salamitaktik. Punkto Spital Region Oberaargau AG (SRO) liegt die Vermutung nahe - wenn man die Radiodiskussion aufmerksam verfolgt hört man es - dass das Spital Niederbipp geschlossen wird. Wahrscheinlich wird das nach den Grossratswahlen im Frühling 2010 kommuniziert. SRO muss nämlich 4.5 Millionen Franken einsparen... Der Beweis muss einfach erbracht werden, dass SRO auch Geld spart. Die Diskussion über die Anzahl Spitäler zeigt, dass wir in der Region Oberaargau allen Einsatz zu Gunsten des Spitals Langenthal aufbringen müssen. Die Spitalleitung ist aber auch gefordert, da einen Top-Betrieb zu unterhalten.
Falls Sie die Sendung vom letzten Dienstag nachhören wollen, können Sie diese im Internet herunterladen. Hier ist der Link: http://www.drs1.ch/www/de/drs1/sendungen/doppelpunkt/2634.sh10084677.html Ihre Rückmeldungen zu meinen Aussagen in der Sendung nehme ich gerne entgegen. Der Einsatz für die Ambulanz und das Gesundheitszentrum gehen weiter, die Gemeinden sind dran.
Alle Gemeinden des ehemaligen Spitalverbandes Huttwil haben sich vereint und kämpfen gemeinsam für den Ambulanzstandort Huttwil. Das stand ja bereits in der Zeitung. Das Lobbying beim Kanton und bei SRO ist im Gange. Wir führen Gespräche und suchen Lösungen, damit die Ambulanz auch nach dem 31.12.09 in Huttwil steht, damit Leben gerettet werden können. Sobald wir eine Lösung haben, wird der Gemeinderat und SRO kommunizieren. Ich bin auf alle Fälle am Lobbyieren für die Ambulanz wo nur möglich. Auch gestern an der Feier des neuen Regierungspräsidenten des Kantons Bern, Hansjürg Käser, in Langenthal: Das Foto der Berner Zeitung zeigt mich von hinten (am rechten Bildrand) im Gespräch mit Gesundheitsdirektor Philippe Perrenoud...

Am 29. November JA zum Stimmrechtsalter 16!
Unglaublich aber wahr: Der Grosse Rat des Kantons Bern hat heute Morgen mit 76 zu 73 Stimmen einer Verfassungsänderung und einer Gesetzesänderung zugestimmt, welche das Stimmrechtsalter 16 ermöglichen. Am 29. November 2009 findet im Kanton Bern die Abstimmung über diese Änderung statt. Der Kanton Bern wäre der zweite Kanton nach Glarus, der das Stimmrecht einführen würde.
Ich setze mich bereits seit Jahren für dieses Anliegen ein. Bereits als Jugendparlamentspräsident im Oberaargau und später als Präsident der JUSO Kanton Bern habe ich für dieses Anliegen geweibelt. Mehrmals ist es im Grossen Rat gescheitert. Nun endlich ist eine Mehrheit gefunden worden. Ich half gestern vor dem Rathaus an einer Aktion für das Stimmrechtsalter 16 noch mit einigen Grossräten zu sprechen. Ich sprach auch mit einer Journalistin der Bernerzeitung.ch. Das Interview können Sie hier (klicken) anschauen (am Schluss, letzte 40 Sekunden des Films).
Ein Punkt wurde im Interview nachträglich herausgeschnitten: In einer Demokratie entscheidet das Volk. Mit der Beteiligung an der Entscheidfindung möglichst vieler Bevölkerungsgruppen entstehen "gute" Entscheide. Genauso wie es für die Entscheide die Erfahrungen der 65 bis 70jährigen braucht, kann es nicht schaden auch die Erfahrungen der 16 bis 18jährigen in die Entscheide einfliessen zu lassen.
Alle Jugendlichen, die sich für Politik interessieren, haben ein Mitspracherecht verdient. Wir verlieren gar nichts, wenn wir den Jugendlichen zwischen 16 und 18 Jahren das Stimmrecht auch geben (sich wählen lassen können die Jugendlichen weiterhin erst ab 18). Die Jugendlichen können wie die Erwachsenen selber entscheiden, ob sie an die Urne gehen wollen oder nicht. Gerade mit dem Älterwerden unserer Gesellschaft ist es richtig, wenn wir die Jüngeren auch mitentscheiden lassen. 
Professionelles Verkehrsbüro und sanierter Kirchenturm
Ich verpacke gleich zwei Themen in diesen Beitrag und verstosse gegen eine gängige Blogregel... Heute wurde endlich öffentlich, dass Walter Rohrbach sein Reisebüro verkauft und sich auf die Geschäftsstelle von Pro Regio und das Verkehrsbüro konzentriert. Die neue Anschrift am Haus an der Marktgasse 1 haben bereits einige Tage daran erinnert. Ändern wird nicht viel. Das Verkehrsbüro befindet sich neu einfach im ersten Stock der bisherigen Liegenschaft und das Reisebüro von Markus Bortolotti kann sich im Parterre voll entfalten. Allerdings erhält man Gutscheine von Pro Regio und erste Auskünfte des Verkehrsbüros auch weiterhin im Reiselade.
Der Grund für diesen Schritt ist natürlich erfreulich: Der Tourismus in der Region Huttwil und die Märkte in Huttwil entwickeln sich sehr gut. Der Verkehrsverein Pro Regio kann sein Tätigkeitsgebiet ausbauen. Als Vorstandsmitglied von Pro Regio Huttwil bin ich froh, dass es so gut läuft und wir mit Walter Rohrbach einen engagierten Geschäftsführer haben. Er ist nach dem Niedergang von Pro Emmental und der nicht entstandenen Euphorie im Oberaargau ein Touristiker, der weiss was unsere Region zu bieten hat und es versteht diese Vorzüge ins beste Licht zu rücken.
Leider habe ich von der Geschäftsstelle gerade kein Bild zur Hand. Ich behelfe mich mit einem schönen Bild von Pro Regio vom Kirchenturm Huttwil. Bei dieser Gelegenheit kann ich das zweite Thema anschneiden. Am nächsten Samstag findet ein Gedenkanlass anlässlich des 175jährigen Jahrestages des verherenden Städtlibrandes. Mehr Infos finden Sie auf der Homepage der Reformierten Kirche Huttwil. Nach diesem Anlass werden die Arbeiten für die Sanierung des Kirchenturms Huttwil in Angriff genommen. Wir sind gespannt wie er aussehen wird. Nach der Sanierung der verschiedenen öffentlichen Gebäude interessiert natürlich die Farbe. Ob er türkis wird unser Kirchenturm? Auf jeden Fall zahlen die Kirchgemeinde und die Einwohnergemeinde je einen Anteil an die Sanierung. Dafür wurde eigens ein Fond geschaffen.
Aufgrund der Sanierung muss auch der Verkehr beim Brunnenplatz eine leichte Kurve machen. Diese "Chrump" hat also nichts mit Tempo 30 oder ähnlichen verkehrsberuhigenden Massnahmen zu tun und wird beim Ende der Sanierung vor dem Weihnachtsmarkt wieder verschwinden. Womit wir wieder bei Pro Regio wären. So.
