2009-09-23

Wird es in der Region Huttwil Herznotfallgruppen geben?

Von wuethrich @ 07:08 [ Region ]

Im Sommer wurde ich mit der Leitung der Arbeitsgruppe betraut, die Abklärungen treffen soll, ob für unsere Region eine Herznotfallgruppe organisiert werden kann. Ich habe mich in sehr kurzer Zeit ins Thema eingearbeitet und einen konkreten Vorschlag erarbeitet. Natürlich sind noch nicht alle Details abgeklärt. Aber es zeigte sich sehr schnell, dass wir mit den Feuerwehren eine Organisation haben, die sehr rasch bei Patientinnen und Patienten sein können und sehr gut ausgebildet sind.

Wir könnten in der Region Huttwil die ersten Gemeinden sein, die so etwas einführen. Dazu bräuchten wir auch die Unterstützung des Kantons und der Gebäudeversicherung. Der Grosse Rat hat bereits mit einem unverbindlichen Postulat (Prüfauftrag an die Regierung) fast einstimmig beschlossen, dass im Kanton Bern sogenannte Erstversorgersysteme eingeführt werden sollen. 

Damit können wir in unserer Region Leben retten. Die Probleme mit den Herzen nehmen in unserer Gesellschaft in Zukunft eher noch zu. Auf jeden Fall bin ich nun gespannt über die Reaktion der Feuerwehren und Gemeinden, ob sie (freiwillig) mithelfen wollen. Hier nähere Informationen aus dem Kanton Solothurn.

Hier die offizielle Medienmitteilung:

Aus dem Stadthaus Huttwil

 

Interessenabklärung für Herznotfallgruppe

Eine Arbeitsgruppe hat in den Sommermonaten ein Konzept für die Gründung von Herznotfallgruppen in den Gemeinden ausgearbeitet. Am 21. September 2009 wurde das Konzept den Vertretern von Feuerwehr und Behörden der ehemaligen Gemeinden des Spitalverbands Huttwil vorgestellt. Die Gemeinden sollen bis am 30. November 2009 entscheiden, ob das neue Angebot eingeführt werden soll oder nicht.

 

Im Zusammenhang mit der vorgesehenen Reduktion des Ambulanzdienstes vom 24-Stundenbetrieb auf den Tagesbetrieb per 1. Januar 2010 wurde in Absprache mit Regierungsrat Perrenoud die Einrichtung einer sogenannten First-Responder-Organisation geprüft. Diese Organisation hätte bis zum Eintreffen der Ambulanz die medizinische Erstversorgung sicherstellen sollen. Im Rahmen der Abklärungen durch die eingesetzte Arbeitsgruppe zeigte sich rasch, dass eine solche Organisation aufgrund der zahlreichen Einsätze unmöglich als Milizsystem betrieben werden könnte. Deshalb wurde diese Idee nicht mehr weiter verfolgt. Die Gemeinden deponierten im Rahmen der Abklärungen und auch am Informationsabend zu Händen der SRO-Verantwortlichen klar, dass die Erwartung besteht, dass bei 3 nötigen Ambulanzen für die Notfallversorgung der Region Langenthal eine in Huttwil stationiert sein soll.

 

Herznotfallgruppe nach dem Muster des Kantons Solothurn

Aus der Mitte der erwähnten Arbeitsgruppe wurde vorgeschlagen, unabhängig von der Ambulanzstandortfrage die Einführung von Herznotfallgruppen zu prüfen, wie dies im Kanton Solothurn seit 9 Jahren mit Erfolg praktiziert wird. Im Kanton Solothurn hat der grösste Teil der Gemeinden dieses Angebot eingeführt. Seit Juli 2000 werden die Einsätze und die Erfolge der Feuerwehren statistisch erfasst. Von Juli 2000 bis Dezember 2007 wurden im Kanton Solothurn 1'386 Einsätze durch die Herznotfallgruppe verzeichnet, das entspricht durchschnittlich 2.25 Einsätzen pro tausend Einwohnern und Jahr. Von 100 Einsätzen konnten 17 Personen im Alter zwischen 11 und 79 Jahren erfolgreich  reanimiert werden, d.h. 17 Personen haben nach dem Einsatz der Herznotfallgruppe noch mindestens 1 Jahr gelebt.

 

Feuerwehr ist kostengünstig und schneller als der Rettungsdienst

Bei Herznotfalleinsätzen ist der Zeitfaktor im Wesentlichen entscheidend für den Erfolg. Im Kanton Solothurn werden die Einsatzzeiten statistisch erfasst. Während die Rettungsdienste (Ambulanz) nach Eingang des Alarms für die Erreichung des Patienten rund 11 Minuten benötigten, waren die Notfallgruppen bereits nach knapp 6 Minuten vor Ort und konnten bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes die entscheidenden Sofortmassnahmen einleiten. Aufgrund dieser Erfahrungen schlägt die Arbeitsgruppe den Gemeinden vor, diese Aufgabe den Feuerwehren zu übertragen. Adrian Wüthrich, Präsident der Arbeitsgruppe, rechnete den knapp 40 Anwesenden am Beispiel von Huttwil vor, dass beim Aufbau eines solchen Angebots einmalige Kosten von knapp 10'000.00 Franken für Ausrüstung und Ausbildung entstehen würden. Die wiederkehrenden Kosten werden mit rund Fr. 6'000.00 veranschlagt, wobei in diesem Betrag die Kosten für 5 – 6 Einsätze (so viele Einsätze wurden für die Gemeinde Huttwil pro Jahr prognostiziert) bereits eingerechnet sind.

 

Gemeinden werden zur Stellungnahme eingeladen

Die Gemeinde- und Feuerwehrvertreter wurden gebeten, die allfällige Einführung des neuen Angebots in den zuständigen Gemeindegremien zu diskutieren und der Gemeinde Huttwil zu Händen der Arbeitsgruppe bis 30. November 2009 zu melden, ob das Angebot eingeführt werden soll oder nicht. Danach wird die Arbeitsgruppe analog den Regelungen im Kanton Solothurn mit der Gesundheits- und Fürsorgedirektion und der GVB Kontakt aufnehmen und die Möglichkeiten zur Mitfinanzierung der Pilotphase zu prüfen. Die Region Huttwil könnte als Pilotregion dienen, da der Grosse Rat im November 2008 fast einstimmig ein Postulat überwiesen hat, das den Aufbau von einem Erstversorgersystem fordert.

 

Hier das Fahrzeug der Feuerwehr Zofingen für die Einsätze der Herznotfallgruppe:


 

 


2009-09-16

Mit Regierungsrat und Tourismusverein beim Pandemie-Epizentrum (Flyer Huttwil)

Von wuethrich @ 23:52 [ Huttwil ]

An dieser Stelle habe ich gerade erst von einem Anlass bei der Huttwiler Biketec AG geschrieben (überhaupt habe ich seit längerem keinen Beitrag publizieren können, da ich einen neuen Computer habe, der aber noch nicht am Internet angeschlossen ist). Ich werde in den kommenden Jahren wohl noch des öfteren in den Räumen der Biketec AG an einem Anlass sein. Die Infrastruktur eignet sich nämlich bestens. Aber der Reihe nach.

Am letzten Wochenende war Huttwil bekanntlich eine Festhütte: SlowUp Emmental-Oberaargau, Hornusser-Wettkampf und die Eröffnung der neuen Flyer-Fabrik. Tausende waren in unserer Region zu Besuch. Der SlowUp war gut besucht, das Aufstellen in Huttwil hat bestens geklappt, das Abräumen ebenfalls. Wir vom Huttwiler SlowUp-OK waren zufrieden. Ich hoffe, unsere Gäste auch.

Um auf den Titel dieses Beitrages zu kommen. Ich traf letzten Sonntag den Luzerner Regierungsrat Anton Schwingruber an der Flyer-Eröffnung (von wo die aktuelle Flyer-Pandemie ihren Ursprung hat). Das war so: Ende August fand ich im Zugsabteil persönliche Post von Herr Schwingruber. Nichts Hochgeheimes, aber ich schickte es ihm mit einem Brief zu. So kamen wir in Kontakt und haben am Sonntag abgemacht. Bei einem Kaffee haben wir über Harmos und den öffentlichen Verkehr diskutiert (Herr Schwingruber hat als Bildungsdirektor die Abstimmung zu Harmos im Kanton Luzern verloren. Ich hoffe, dass wir im Kanton Bern anders entscheiden und Harmos unterstützen. Zudem hat das Luzerner Kantonsparlament letzten Montag einen medienträchtigen Entscheid für den Tiefbahnhof Luzern gefällt). Eine interessante Begegnung mit dem Ehepaar Schwingruber.

Heute war ich schon wieder in der Schwende bei der Biketec an einem Anlass. Diesmal hatte unser Tourismusverein Pro Regio Huttwil seine Hauptversammlung in den modernen Räumen. Präsident und Geschäftsführer hatten eigentlich nur gute Nachrichten zu vermelden. Der Historische Handwerkermarkt, der Weihnachtsmarkt und die touristischen Aktivitäten von Pro Regio sind ein voller Erfolg. Als Vorstandsmitglied von Pro Regio war ich natürlich bereits informiert.

Oder bin ich jetzt nicht Vorstandsmitglied? Weil eigentlich hätte ich heute von der Versammlung offiziell in den Vorstand von Pro Regio gewählt werden sollen. Bekanntlich habe ich im Gemeinderat das Ressort von Hansjörg Muralt übernommen, in welchem auch der Tourismus angesiedelt ist. Damit wurde ich neuer Vertreter der Einwohnergemeinde Huttwil im Vorstand. Doch die Ersatzwahl ging vergessen, wurde gesagt. Ich glaube dem jetzt einmal... Bei Pro Regio mache ich aber auch mit, wenn man mich nicht offiziell wählt. Ich bin fest überzeugt, dass der Tourismus für unsere Region wichtig ist. Pro Regio ist unser Tourismusverein, der sehr gute Arbeit für die Region Huttwil leistet. Vielleicht reicht es mir nächstes Jahr zur Wahl ;-)

Hier das Bild von mir mit dem Luzerner Regierungsrat Anton Schwingruber (CVP):

 

 

 


2009-09-09

Strompreisvergleich Kanton Bern - Huttwil steht regional nicht schlecht da

Von wuethrich @ 12:32 [ Huttwil ]

Die Elektrizitätsmarktkommission (ElCom) hat im Internet ein Tool eingerichtet mit dem man die Stromtarife in den verschiedenen Gemeinde vergleichen kann (Link hier). Das ist nicht ganz einfach, weil für die verschiedenen Arten von Haushalten und für die verschiedenen Gewerbebetriebe nicht immer die gleichen Tarife gelten. Ich habe einmal die Kategorie H2 genommen (2'500 kWh/Jahr: 4-Zimmerwohnung mit Elektroherd).

Der Strom wird von der Industriellen Betriebe Huttwil AG geliefert, die zu 100% der Gemeinde gehört. Diese verkauft den Strom weiter, den sie bei der BKW einkauft. Der Preis setzt sich wie folgt zusammen (die Preise werden 2010 bei der IBH übrigens nicht erhöht):

Netznutzung:             14.45

Energie:                     9.49

Gemeindekonzession: 1.00

Förderabgaben (KEV): 0.45

Total:                       25.39 Rp pro kWh ohne MWSt.

Im Vergleich zu den anderen Berner Gemeinden steht Huttwil noch relativ gut da und liegt - nur für diese Kategorie oben - im unteren Kantonsdurchschnitt. Im Vergleich mit den Oberaargauer Gemeinden bzw. die nächsten Nachbargemeinden ist Huttwil etwas günstiger. Mir gefällt natürlich, wenn Huttwil als regionales Zentrum etwas bessere Preise anbieten kann.

Noch besser ist der Vergleich für einen Gewerbekunden mit 30'000 kWh/Jahr, was einem Kleinbetrieb entspricht mit einer max. beanspruchten Leistung von 15 kW. Dieser bezahlt für die Netznutzung 7.06, für die Energie 9.35, Gemeindekonzession 1 und Förderabgabe 0.45, total 17.85 Rappen pro Kilowattstunden. Damit sind wir wie folgende Karte zeigt im kantonalen Schnitt auch bei den Kleingewerbekunden im unteren Durchschnitt, regional sogar sehr gut. Damit hat das Huttwiler (KMU-) Gewerbe in Sachen Strom beste Voraussetzungen.

 

 


2009-09-07

Der Kirchturm ohne Uhr und das Sekschulhaus bald ohne Kunst

Von wuethrich @ 16:58 [ Huttwil ]

Im Städtli wird wacker gebaut. Die Einwohnergemeinde Huttwil investiert in diesem Jahr bekanntlich eine Rekordsumme (und handelt so antizyklisch und konjunkturfördernd). Der Kirchturm ist seit längere mit einem Gerüst umhüllt. Die Fassade wird renoviert. Dadurch fehlt das Zifferblatt wie das Bild unten zeigt. Eine komische Ansicht so auf den ersten Blick. Am Weihnachtsmarkt wird alles fertig sein.

Das Sekundarschulhaus Hofmatt ist schon bald fertig (Einweihung am 7. November). Der Altbau ist prächtig herausgekommen und leuchtet in den neuen Farben. Aktuell wird die Umgebung gestaltet. In einer dritten Etappe kommt die Sanierung der Aula an die Reihe. Können Sie sich an die Bemalung der Aulafassade erinnern? Mir wurde gesagt, dass einmal 9.Klässler das Privileg hatten die Fassade zu verschönern. Von unserem Balkon aus sehen wir das "Kunstwerk" von nächster Nähe.

Sollten Sie Fan sein von diesem Kunstwerk, müssen Sie sich beeilen, wenn Sie es live noch einmal anschauen wollen. Die Aula ist in den letzten Tagen eingerüstet worden und bald erstrahlt auch sie in neuem Glanz. Ob sich die Schülerinnen und Schüler am Bau irgendwo verewigen dürfen oder irgendwie beteiligen dürfen, ist mir nicht bekannt.

 

 


2009-09-06

Mein erstes Fussball-Länderspiel live im Stadion

Von wuethrich @ 18:24 [ Varia ]

Gestern war ich mit Kollegen am Länderspiel Schweiz-Griechenland im St. Jakob-Stadion in Basel. Nach der Vorbereitung zusammen mit vielen anderen Schweizer Fans auf dem Barfüsserplatz begaben wir uns zum Stadion. Das Tram war bereits gut gefüllt, die Massen von Menschen rund um das Stadion dann noch einmal grösser.

Wir fanden auf Anhieb unseren Eingang. Im Stadion gab es keinen Alkohol. Auch der Versuch vieler Fans Rotwein zu bestellen, scheiterte. Das Essen war reichhaltig, nur reichte die Zeit nicht für alle Burger und Dürüm, etc. warm zu bekommen. So assen viele Fans kalte Hamburger und alkoholfreies Bier. 

Unser Platz fast ganz oben am Dach in der Spielfeldmitte war sensationell. Ich habe noch nie ein Fussballspiel so gut mitverfolgen können. Wir sahen wirklich alles. Das Spiel selber war am Anfang nicht so interessant. Vor Halbzeitende gabs die vielen gelben Karten und plötzlich die Rote Karte gegen einen Griechen. Pause. Wieder Menschenauflauf. Aber etwas zu trinken erhielt ich locker. Zweite Halbzeit, es war warm. Doch endlich Hakan Yakin, endlich 84. Minute das Erlösungstor, gleich noch ein zweites. Die Schweizer haben gut Druck gemacht. Spielende. 

Ein Ausgang führte direkt zu den Perrons der SBB-Haltestelle. Das war praktisch, allerdings machten wir einen Umweg und gingen dann mit dem übervollen Tram zum Bahnhof. Am Schluss mussten wir in Olten noch 20 Minuten auf einen Anschlusszug warten, zum Glück wartete die BLS in Langenthal und wir erreichten Huttwil gegen halbzwei... Punkto Logistik war der Fussballmatch ein gutes Anschauungsbeispiel. Aber nicht alle können sich ein solches Vergnügen leisten: Pro Minute Fussballmatch haben wir einen Franken Eintritt bezahlt. Den Fussballverband wirds freuen... Das nächste Heim-Länderspiel schaue ich wieder im Fernsehen.

PS: Die Huttwiler Fussballfrauen haben heute in Meiringen leider verloren.

 


2009-09-05

Huttwiler Kadettentage – was ist das?

Von wuethrich @ 12:58 [ Huttwil ]

An diesem Wochenende wird in Huttwil geschwitzt und musiziert: Es findet nämlich die erste Austragung der Kadettentage statt. Nächstes Jahr führt das OK die Kadettentage gleich nochmals durch. Dies weil Huttwil beste Infrastrukturen zur Verfügung stellen kann und zweitens, weil es immer weniger Korps im Kanton Bern gibt, die mitmachen. Das Huttwiler Korps ist 125 Jahre alt und feierte gestern Abend an einer würdigen Feier seinen Geburtstag.

Als Huttwiler, der in einer anderen Gemeinde aufgewachsen ist, hat man Mühe die Faszination der „Kadere“ zu verstehen. Grob lässt sich sagen, dass die „Kadere“ im Einzugsgebiet der Sekundarschule Huttwil bekannt ist und die Kinder auch aus diesen Gemeinden kommen. Die „Kadere“ ist in meinen Augen etwas Gutes. Sie lernen Musik machen und sich sportlich zu betätigen. Dabei können sie in mehreren Disziplinen mitmachen. Dass die Kadetten ihren Ursprung im Militär haben, ist eine historische Tatsache, die ihre heutige Bedeutung nicht mindert. Heute sieht man vom Militärischen herzlich wenig (als Offizier kann ich das beurteilen…). Zugschule wird heute auf alle Fälle nicht mehr geübt, wurde gesagt.

Die „Kadere“ ist eine hervorragende Nachwuchsinstitution für die Huttwiler Sport- und Musikvereine. So wird der Nachwuchs für die Tanz-, OL-, Leichtathletik-, Handball-, Tischtennis-, Schützen-, Schwimm-, Volleyball- und Musik-Vereine zentral in dieser Institution erledigt. Das fördert den Zusammenhalt über die einzelne Sportart hinaus, ja sogar über den Sport zur Musik. Für die komplementäre Bildung der Jugend ist diese Kombination sehr förderlich. Mit den daraus entstehenden Synergien können die Vereine auch Kosten sparen. Zugleich ist damit ein guter Grundstein gelegt, dass die Jugendlichen auch als Erwachsene sich für die Gesellschaft, für die Vereine, für die Gemeinde einsetzen und sich ehrenamtlich engagieren. Dies kann Huttwil in Zukunft nur Vorteile bringen, wenn es gelingt auch die künftigen Generationen für die „Kadere“ zu motivieren. Und so wie meine Frau von ihrer „Kadere-Zeit“ erzählt und schwärmt, werden unsere Kinder die „Kadere“ sicher auch einmal besuchen.

Als Gemeinderat merke ich noch an, dass sich die Einwohnergemeinde Huttwil (wie auch die Burgergemeinde) sich das Kadettenwesen auch etwas kosten lässt. 2007 waren es gemäss Rechnung 105'000 Franken (inkl. Beitrag für das zweite Halbjahr 2006, andere Verrechnung, Betrag von jährlich 70'000 Franken blieb), 2008 70'000 Franken und 2009 kommt zum Betriebsbeitrag an den Kadettenverein von 70'000 Franken noch ein Beitrag für die Durchführung der Kadettentage dazu. In Anbetracht der Leistung ist es sicher gut investiertes Geld. Mit einer Leistungsvereinbarung zwischen der Gemeinde und dem Kadettenverein besteht eine klare Regelung.

Ich danke den Verantwortlichen für Ihren Einsatz – dem Vorstand, den Leiterinnen und Leitern, den Jugendlichen bei ihrem Einsatz an den Kadettentage viele Erfolge (und viele Fähnchen für Huttwil!) und den Eltern danke ich für ihr Vertrauen in die „Kadere“. Ich bin sicher, dass der Kadettenverein Huttwil abseits von Computer und Games noch vielen Jugendlichen eine spannende und sinnvolle Freizeitbeschäftigung bieten kann.

 

 


2009-09-04

Mitteilung an alle SVP-Mitglieder: Verpassen Sie die Wahlen nicht

Von wuethrich @ 10:48 [ Region ]

Wir wollen in Huttwil und im Oberaargau fair politisieren und ich bin der Meinung, dass ich dies auch so lebe. Wir wissen, dass wir nur gemeinsam etwas für unsere Gemeinde und unsere Region erreichen können. Klar gibt es Meinungsverschiedenheiten, aber diese sollen ausdiskutiert werden. Aus Gründen der Fairness erlaube ich mir einen nicht unwichtigen Hinweis an die SVP. Leider habe ich erst jetzt gesehen, dass die SVP Huttwil einen Brief des Wahlkampfleiters der SVP Oberaargau auf ihrer Homepage publiziert hat, in dem das falsche Datum der Grossrats- und Regierungsratswahlen 2010 mitgeteilt wird!

Die Wahlen finden gemäss Regierungsratsbeschluss am Wochenende des 28. März 2010 statt. Nicht wie die SVP fälschlicherweise schreibt, am 11. April 2010. So würde die SVP die heisse Phase verpassen und die Wahlen würden ein falsches Bild abgeben. Das wollen wir ja nicht. Also planen Sie Ihr Kampagnenende auf den 28. März 2010, liebe SVP-Strategen. Ich freue mich auf einen intensiven Wahlkampf im Oberaargau, für den Oberaargau!

 

 

 


2009-09-02

Energie sparen dank einer Wärmebildaktion der Gemeinde

Von wuethrich @ 18:48 [ Huttwil ]

Alle Liegenschaftsbesitzenden in Huttwil können dank einer Aktion der Einwohnergemeinde Huttwil Geld sparen: Erstens wird die Analyse des Gebäudes mit einer Wärmebildkamera von der Gemeinde finanziell vergünstigt und zweitens können mit den Resultaten der Analyse gezielt Sanierungen am Gebäude vorgenommen werden. Damit lässt sich Energie und damit Geld sparen.

Ich halte dies für eine sehr gute Aktion und einen ersten Schritt. Wie in der Medienmitteilung der Gemeinde richtig steht, muss es das Ziel sein, dass Huttwil möglichst bald das Label "Energiestadt" tragen kann. Dies bedingt weitere Energiesparmassnahmen. Das Feld dafür ist breit - es gibt sehr viele Möglichkeiten wie die Gemeinde selber Energie sparen kann und andere zum Energiesparen animieren kann. 

Die Wärmebildaktion wird auch eine kleines Konjunkturprogramm für das (hoffentlich Huttwiler) Baugewerbe sein. Das Ziel ist ja, dass die Liegenschaftsbesitzenden dann ihre Gebäude aufgrund des Wärmebildes sanieren. Dies löst Bauaufträge aus und kurbelt damit die Konjunktur an. Unten die offizielle Medienmitteilung der Gemeinde Huttwil (mit einem Augenzwinkern noch folgender Hinweis: Im Oktober werden nicht Flyer-Elektrovelos mit den näheren Informationen versendet, sondern normale Papierflugblätter. In Huttwil müssen wir dies schon präzisieren...).

Wärmebildaktion an Wohngebäuden

Im Hinblick auf das Inkrafttreten der neuen Energieverordnung hat der Gemeinderat im Oktober 2008 Mittel für die Durchführung einer Wärmebildaktion in der Gemeinde Huttwil reserviert. Die Aktion wird im November 2009 gestartet. Die Kosten für die Grundeigentümer belaufen sich nach Abzug des Gemeindebeitrags auf maximal Fr. 100.00 für Einfamilienhäuser und Fr. 150.00 für Mehrfamilienhäuser.

Am 1. Januar 2009 trat die teilrevidierte kantonale Energieverordnung in Kraft. Die energietechnischen Anforderungen bei Neu- und Umbauten werden damit deutlich verschärft, so dass der Heizenergieverbrauch um fast die Hälfte gesenkt werden kann. Dies ergibt allein für den Kanton Bern ein Energiesparpotenzial von 4 Mio. Litern Heizöl pro Jahr.


Gemeinde leistet einen Beitrag an die Untersuchungen
Der Gemeinderat hat von der bisherigen Behörde die Zielsetzung, das Label Energiestadt zu erlangen, übernommen. Diese Zielsetzung kann nur erreicht werden, wenn bei Um- und Neubauten konsequent Energiesparmassnahmen umgesetzt werden. Zur Förderung des Energiebewusstseins hat der Gemeinderat im Oktober 2008 beschlossen, im Voranschlag 2009 Mittel für die Durchführung einer Wärmebildaktion einzustellen. Nebst den eigenen Gebäuden sollen auch Private die Möglichkeit haben, von den günstigen Konditionen eines Sammelauftrags profitieren zu können. An seiner Sitzung vom 17. August 2009 hat der Gemeinderat beschlossen, im Voranschlag 2010 weitere Mittel im Voranschlag einzustellen, so dass in einer ersten Tranche rund 200 Wärmemessungen subventioniert werden können. Bei grossem Interesse besteht die Möglichkeit, in Folgejahren weitere Aktionen zu starten.

Information erfolgt mittels Flyer
Zur näheren Information werden anfangs Oktober Flyer mit den wichtigsten Angaben zu den Wärmemessungen versendet. Der Flyer gibt ebenfalls Auskunft über den Inhalt des Berichts, welcher von jeder gemessenen Liegenschaft erstellt wird. Der Flyer enthält zudem die nötigen Angaben für die Anmeldung von Liegenschaften für die erste Messaktion.

 

Diese Grafik zeigt ungefährt wo ein älteres Haus Energie verliert:

 

 

So könnte dann ein Wärmebild aussehen (rot = Wärmeverlust = Handlungsbedarf):