2010-10-26

Neuer Bahnhof Walkringen - und Huttwil?

Von wuethrich @ 17:15 [ Kanton Bern ]
Neuer Bahnhof Walkringen - und Huttwil?

Wenn ich den neuen und praktischen BLS-Bahnhof in Walkringen sehe, frage ich mich warum für den Bahnhof Huttwil nicht endlich ein konkretes Bauprojekt aufgelegt und realisiert wird! Huttwil hat einen der ältesten Bahnhöfe seiner Grösse. Dafür ein neuer Billettautomat. Am Donnerstag, 28. Oktober um 14 Uhr findet ein kostenloser Kurs der IGöV und BLS statt. Sie sind herzlich willkommen!


2010-10-18

Die SP als Wahlverlierer anschwärzen - dabei sagen Umfragen etwas anderes

Von wuethrich @ 23:18 [ Politik ]

Letzte Woche habe ich auf Newsnetz.ch den Beitrag von Patrick Feuz zur Lage der SP Schweiz ein Jahr vor den nationalen Wahlen gelesen und mich gewaltig geärgert. Da wird aufgrund der letzten kantonalen Wahlen auf einen Verlust bei den eidgenössischen Wahlen 2011 geschlossen. Dabei hat die offizielle Umfrage der SRG SSR (auch wenn mein Arbeitgeber, doch DIE Referenz - durch gfs.bern erstellt) gezeigt, dass die SP leicht zulegen kann (um 0.6%).

Was machen aber die Medien? Man schreibt die SP schlecht. "SP vergrault den Mittelstand" wird getitelt, was natürlich so nicht stimmt. Die SP Schweiz ist gar nicht schlecht aufgestellt. Natürlich wünsche ich mir, dass Simonetta Sommaruga der SP wählermässig hilft. Die Wählerinnen und Wähler am rechten Rand der SP dürfen wirklich nicht verloren gehen!

Mangels Zeit habe ich den Link bei mir abgelegt und keinen Blogbeitrag dazu gepostet. Lustigerweise entdecke ich heute Abend im Blog von Parteikollege Reto Müller: Ein Blogbeitrag zum gleichen Artikel. Was er schreibt, habe ich am Freitag auch überlegt.

Ich kann es deshalb einfach machen - merci Reto - und verweise auf seinen Beitrag. Ich bin sicher, dass die SP bei den Wahlen 2011 zulegen wird!


2010-10-13

Der Oberaargau war Thema im Bundesrat - noch ohne Bundesrat Schneider

Von wuethrich @ 11:47 [ Region ]

Der Bundesrat hat heute in alter Zusammensetzung getagt. Grosses Aufräumen ist offenbar angesagt, es werden noch Geschäfte abgeschlossen und vorgespurt. So hat der Bundesrat den Generalsekretär des UVEK, Hans Werder, als Bundesvertreter in den Verwaltungsrat der Swisscom gewählt. Sicher eine gute Wahl.

Bedeutend für den Oberaargau ist aber der Entscheid des Bundesrates der Aare-Seeland-mobil AG die Konzession für Verlängerung der Bahnlinie von Niederbipp nach Oensingen zu gewähren. Das ist sehr wichtig, damit die ASm ihr Angebot verbessern kann und Anschlüsse an den Fernverkehr in Oensingen anbieten kann. Leider werden diese Anschlüsse nicht so toll sein wie ursprünglich geplant. Es bleibt zu hoffen, dass sich spätestens mit der Gotthard-Basistunnel-Eröffnung im Dezember 2016 oder 2017 der Fernverkehrsfahrplan wesentlich verändert und neue Anschlüsse ermöglicht. Mit der Verlängerung kann das Industriegebiet mit dem öV erschlossen werden. Heute fährt ein Extra-Bus. Hoffentlich benutzen die Angestellten das neue Angebot.

Hier die ganze Mitteilung des UVEK:

Bern, 13.10.2010 - Der Bundesrat hat die Konzession für den Bau und Betrieb einer Eisenbahninfrastruktur auf den Abschnitt zwischen Niederbipp und Oensingen ausgedehnt. Mit der neuen Konzession kann die in Solothurn bzw. Langenthal beginnende Schmalspur-Linie der Aare Seeland mobil AG (ASm) von der heutigen Endhaltestelle Niederbipp bis nach Oensingen verlängert werden.

Die Verlängerung beträgt rund 1,7 Kilometer und soll 18.85 Millionen Franken kosten. Mit der neuen Haltestelle ,Niederbipp Industrie" soll der bestehende Entwicklungsschwerpunkt in Niederbipp erschlossen werden und der Anteil des öffentlichen Verkehrs am Gesamtverkehr in den Industriegebieten von Oberbipp, Niederbipp und Oensingen erhöht werden.

Der Baubeginn ist im November 2010 geplant. Auf den Fahrplanwechsel 2011 soll die neue Linie in Betrieb genommen werden.


2010-10-10

Braucht es eine Skipistenpolizei?

Von wuethrich @ 23:14 [ Politik ]

Jetzt ist der Herbst richtig angekommen. Aber bald schon kommt der Winter. Als Schneesportfan freue ich mich bereits auf den ersten Schnee. Leider kann ich wegen dem Militärdienst heuer die Skisaison nicht mit dem Skiclub Walterswil Mitte November in Saas-Fee einläuten. Wenn es wie Ende 2008 bereits im Dezember Schnee bis in unsere Lagen gibt, können wir den Skilift Walterswil vor der Weihnacht in Betrieb nehmen. Das wär's natürlich!

Bereits im August war in der Politik der Skisport ein Thema. Es ging um die Pisten-Raser und ob eine "Pistenpolizei" eingeführt werden soll. Die Zeitung mit den grossen Buchstaben setzt das Wort in die Runde. Es geht aber um Massnahmen für mehr Sicherheit in den Skigebieten. Die Verkehrskommission des Nationalrates behandelte den Vorstoss (hier klicken für den genauen Wortlaut) am 17. August 2010 und schrieb in ihrer Medienmitteilung:

Die Kommission hatte zur parlamentarischen Initiative. Rossini. Sicherheit in Skigebieten (10.433) Stellung zu nehmen. Die Initiative verlangt, dass Bestimmungen erlassen werden, damit Sicherheitsdienste von Bergbahnunternehmen in Skigebieten Personen büssen können, die gegen die Sicherheitsregeln bei Lawinengefahr verstossen. Der Initiant weist darauf hin, dass Pistenfahrer- und Pistenfahrerinnen immer wieder durch Lawinen in Gefahr gebracht werden, die von Variantenfahrern und –innen ausgelöst werden. Er will keine Pistenpolizei, sondern die Bussen sollen auch präventiv wirken. Die Mehrheit der Kommission ist jedoch der Ansicht, dass die geltenden rechtlichen Bestimmungen genügen. Skifahrer- und Skifahrerinnen können aufgrund des Straf- und Militärstrafgesetzes zur Rechenschaft gezogen werden. Haftpflichtfragen sind im Obligationenrecht geregelt. Auch will die Kommission keine Bundeslösung, sondern die Verantwortung soll bei den Kantonen bleiben. Schliesslich soll die persönliche Freiheit nicht zu sehr eingeschränkt werden. Mit 17 zu 8 Stimmen bei 1 Enthaltung gab die Kommission der Initiative keine Folge. Eine Minderheit der Kommission erachtet die heute zur Verfügung stehenden Instrumente als ungenügend. Sie ist weiter der Ansicht, dass das Problem in Zukunft zunehmen wird, weil das Gefahrenbewusstsein bei der Bevölkerung abnimmt.

Der Nationalrat hat den Vorstoss von Stéphane Rossini (SP/VS) noch nicht behandelt. Wenn aber die Begründung der Mehrheit der Kommission gefolgt werden soll, dann sind die Kantone in der Verantwortung. Deshalb kam mir die Möglichkeit in den Sinn das Thema auf die politische Traktandenliste im Kanton Bern zu setzen, in dem ich einen Vorstoss mit ähnlichem Wortlaut im Grossen Rat einreiche. Ich bin nicht sicher, ob die Kompetenzen für die Pistenverantwortlichen ausgeweitet werden sollen.

Das Problem ist bekannt: Auch ich verstehe nicht warum man sich nicht an die Vorschriften der Bergbahnen und ihren Spezialisten halten kann. Damit gefährdet man nicht nur sich selber, sondern auch die Mitmenschen. Wer sich nicht daran hält, kann von den Verantwortlichen nicht gebüsst werden. Die Bergbahnen können das Skibillett abnehmen, ok. Aber wirkt nicht präventiv. Ich finde, man sollte den Sicherheitsdiensten der Bergbahnen Kraft ihrer Konzession die Möglichkeit geben solche Bussen auszusprechen. Wer dann nicht einverstanden ist, kann an die nächste Instanz gelangen und die Busse in Frage stellen. Auch die Gemeinden können die Kontrolle der Blauen Zone einer privaten Sicherheitsunternehmung in Auftrag geben. Der Vergleich ist nicht ganz stichhaltig, soll aber zeigen, dass bereits heute Lösungen gefunden werden, die nicht nur staatliche Personen mit der Bussenausstellung betrauen. 

Soll ich einen Vorstoss lancieren? Ich werde diese Saison einmal mit Bergbahndirektoren sprechen, etwas Recherchieren und den Entscheid des Nationalrates abwarten. So oder so freue ich mich auf den ersten Schnee bis ins Flachland...

 

Geschwindigkeitsbegrenzungen sind ein neues Phänomen auf der Skipiste: