Das Bundesamt für Statistik hat heute untenstehende Meldung gemacht. Erstmals sind über 4 Millionen Autos registriert worden. Das gibt fast für jeden Erwerbstätigen (4.2 Mio.) ein Auto oder mehr als 50 Prozent aller Schweizer haben selber ein Auto. Meine Frau und ich haben gemeinsam eines. Das Durchschnittsalter mit acht Jahren ist wohl normal. Wenn allerdings nur neuere Fahrzeuge auf unseren Strassen herumkurven würden, wäre dies für die Umwelt natürlich sehr gut. Je weniger CO2-Ausstoss und je weniger Treibstoff die Fahrzeuge verbrauchen, desto besser.
Der Grosse Rat hat ein neues Gesetz erlassen. Damit nimmt der Kanton Einfluss gemäss seiner Kompetenz auf die Wagenflotte. Ob dies via Motorfahrzeugsteuern wirklich viel bringt ist fraglich, es ist aber ein klares Zeichen. Ich werde bei meinem nächsten Autokauf (wahrscheinlich in diesem Jahr) darauf achten, dass ich ein Auto kaufe, das in der Klasse A ist. Ich hoffe, dass Hannes Flückiger mit seinem Referendum nicht Chancen hat, sonst verzögert sich die Einführung. Falls wir darüber abstimmen werden, bin ich überzeugt, dass alle die Notwendigkeit einsehen.
Im Langenthaler Tagblatt stand, dass Grossrat Herr Flückiger beraten hatte wie man gegen ein Gesetz vorgehen kann. Da Herr Flückiger nur Teile des Gesetzes ändern will, nicht aber das ganze Gesetz zu Fall bringen will, kann er dies mit einem Volksvorschlag machen. Dafür müssen gleich viele Unterschriften gesammelt werden wie für ein Referendum. Zuerst hat er wegen dem falschen Rat für ein Referendum Unterschriften gesammelt und wertvolle Zeit verloren. Es würde mich ja interessieren, welches Grossratsmitglied dies war. Absicht war wohl nicht dahinter, oder doch? Item.
Hier die Erklärung des Strassenverkehrsamtes:
Ab 1. Januar 2011 werden im Kanton Bern besonders energieeffiziente Neuwagen steuerlich begünstigt, ineffiziente Fahrzeuge hingegen mit einem Zuschlag belastet. Das Modell basiert auf der Umwelt-Etikette des Bundes. Die einzelnen Kriterien der Umwelt-Etikette hat der Bund noch nicht definitiv festgelegt. Deshalb können wir noch keine verbindlichen Auskünfte über die Zuteilung der Fahrzeuge in die einzelnen Effizienzkategorien erteilen. Auch über die Höhe der Vergünstigungen oder Zuschläge für bestimmte Fahrzeuge sind noch keine Angaben möglich. Um eine Lenkungswirkung zu erzielen, gelten Vergünstigung oder Zuschlag grundsätzlich nur für Personenwagen, die ab 1. Januar 2011 neu in Verkehr gesetzt werden. Dank einer Übergangsbestimmung wird ein Rabatt für die Jahre 2011, 2012 und 2013 auch für umweltschonende Fahrzeuge gewährt, die nach dem 31. Juli 2010 in Verkehr gesetzt werden und am 1. Januar 2011 die Voraussetzungen für einen Bonus erfüllen.
Hier die Mitteilung des Bundesamtes für Statistik:
In der Schweiz betrug der Bestand am 30. September 2009 erstmals über 4 Millionen Personenwagen bei einer Gesamtzahl von 5,27 Millionen Strassenmotorfahrzeugen. Die Zuwachsrate gegenüber dem Vorjahr mit 0,5% war die geringste seit 1990, bedingt durch den eingebrochenen Markt an Neuzulassungen. Die Personenwagen waren im Durchschnitt 8,1 Jahre alt und hatten im Mittel einen Hubraum von 1975 Kubikzentimetern. 83% der Personenwagen verfügten über einen Benzinmotor, 77% waren mit einem manuellen Getriebe ausgerüstet.
Registriert waren am Stichtag zudem 50'700 Personentransportfahrzeuge (+4,4% gegenüber 2008), 327'800 Sachentransportfahrzeuge (+0,5%), 185'900 landwirtschaftliche Fahrzeuge (-1,2%), 56'500 Industriefahrzeuge (+1,3%) und 642'800 Motorräder (+1%).
Für Herr Flückiger veröffentliche ich zu diesem Beitrag ein Bild des Toyota Prius: