2011-11-29

Die Fussballmädchenschule Huttwil soll weiterbestehen!

Von wuethrich @ 12:15 [ Huttwil ]

Im Grossen Rat diskutieren wir gerade über das Budget 2012. Wegen den beschlossenen Steuersenkungen und den neuen Ausgaben wegen neuem Bundesrecht muss der Kanton Bern sparen. Wo wir dies tun. Entscheiden wir im Grossen Rat. Ein Vorschlag war die Schlossbergschule in Spiez zu schliessen. Mit einem überparteilichen Komitee wird wohl eine Abteilung der BFF in Bern geschlossen und nicht die Schlossbergschule.

Was mich aber als Huttwiler gerade mehr beschäftigt, ist die Kündigung der Zusammenarbeit zwischen dem Sportcenter Huttwil und dem Schweizerischen Fussballverband für die Mädchenfussballschule. Das ehrgeizige Projekt ist in Huttwil gut angelaufen und breit akzeptiert. 18 Mädchen können sich so dem Sport widmen und sind gut integriert. Jetzt ist wegen der unklaren Unternehmensstrategie des Sportcenters und seinem Eigentümer Markus Bösiger auch die Mädchenfussballschule gefährdet. 

Wie viel Geschirr wird noch verschlagen? Der Gemeinderat will alles daran setzen, dass eine Lösung auf den gemeineeigenen Anlagen gefunden wird. Unten die Medienmitteilung des Gemeinderates:

Gemeinde sucht Lösung für Mädchenfussballschule

 

Die Verantwortlichen der Mädchenfussballschule haben gegenüber der Gemeinde bestätigt, dass das Vertragsverhältnis mit dem Sportcenter per Ende Schuljahr 2011/12 aufgelöst wird. Die Gemeinde und die Verantwortlichen der Fussballschule suchen nun nach Lösungen, damit die Fussballschule in Huttwil bleiben kann.

 

Dass das Sportcenter den Vertrag mit dem SFV für den Betrieb der Mädchenfussballschule in Huttwil auflösen könnte, kam für die Gemeindeverantwortlichen nicht ganz überraschend. Trotzdem wird die Kündigung des Vertragsverhältnisses für die Benützung der Anlagen im Sportcenter an den Schweizerischen Fussballverband von den Behörden angesichts des guten Renommees der Fussballschule  nicht verstanden. Die Mädchenfussballschule ist schweizweit bekannt und geniesst nicht zuletzt Dank dem grossen Einsatz der Verantwortlichen und dem Engagement der Gasteltern einen sehr guten Ruf. Ebenfalls sehr gut eingespielt hat sich in der Zwischenzeit die Integration der Fussballerinen in den Schulbetrieb von Huttwil. Die  insgesamt 18 Mädchen sind auf verschiedene Klassen verteilt. Mit den zwischen Schulleitung und Fussballschulverantwortlichen getroffenen Vereinbarungen ist es möglich, einerseits auf die Bedürfnisse der Fussballerinnen Rücksicht zu nehmen und andererseits trotz Sonderregelungen einen geord neten Klassenbetrieb zu gewährleisten.

 

Gemeinde sucht nach einer Lösung in den eigenen Anlagen

Behörden, Schulleitung und Fussballschulverantwortliche sind nicht bereit, Huttwil als Standort für die Mädchenfussballschule ohne weiteres aufzugeben. Die Schulleitung wurde deshalb beauftragt, nach einer Alternativlösung in den eigenen Sportanlagen zu suchen. Bereits am 8. Dezember 2011 findet eine Besprechung statt, an welcher die bis dahin erarbeiteten Lösungsvorschläge diskutiert werden sollen. Der Gemeinderat setzt alles daran, zusammen mit den Betroffenen nach einer Lösung zu suchen, welche den Verbleib der Mädchenfussballschule in Huttwil auch in Zukunft ermöglicht.

 



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