2011-02-17

Ein wirtschaftlicher Rückschlag kann auch eine Chance sein: Beispiel Lego Willisau

Von wuethrich @ 21:47 [ Varia ]

Ich kann mich gut an die Nachricht erinnern: Lego baut eine Fabrik in Willisau. Selbst hatte ich in meiner Kindheit viel mit Lego gespielt und fand es spannend die Lego-Fabrik so nahe zu wissen. 2005 wurde die Fabrik nach 10 Jahren geschlossen. Just nach dem das Steuererleichterungsabkommen mit dem Kanton Luzern abgelaufen war. Das Wunder der Luzerner Wirtschaftsförderung fiel wie ein Kartenhaus zusammen. Damit konnte Willisau mit den günstigen Arbeitskräften von Osteuropa nicht mithalten.

Viele Angestelle verloren ihren Job. Das zweckmässige Gebäude stand teilweise leer und wurde nach und nach als Lagergebäude genutzt. Die Wirtschaftsförderung konnte nichts mehr machen.

Jetzt die Nachricht: Die Competec Holding AG mit 380 Angestellten und einem Jahresumsatz von 340 Mio. Fr. zügelt auf Frühling 2012 seine Logistik nach Willisau. Sie hat die ehemalige Lego-Fabrik gekauft. Damit kommt neues Leben in die Region. Die Zukunftsaussichten sind gut, Competec wächst stetig. 150 Angestellte müssen einen längeren Arbeitsweg in Kauf nehmen.

Für ländliche Regionen, die nicht direkt an der Autobahn angesiedelt sind, ist die Nachricht positiv. Es spielen viele Faktoren für die Standortwahl mit. Auch Rohrbach ist fernab von der Autobahn und trotzdem baut die Kühltransportefirma Sarlat ihre Lagerhalle und ihre Anzahl Lastwagen aus. Ob die Wirtschaftsförderung des Kantons Bern hier nachgeholfen hat, ist nicht bekannt. Welche Unternehmen gefördert werden, ist eines der letzten gut gehüteten Geheimnisse im Kanton Bern...

Hier die Lego-Fabrik von oben:

 

 

 


2010-08-08

3. Kontrolle der Militärpolizei im öffentlichen Verkehr - Erinnerungen werden wach

Von wuethrich @ 23:45 [ Varia ]

Am Wochenende war wieder zu lesen, dass die Militärpolizei in den grösseren Bahnhöfen Kontrollen bei den Angehörigen der Armee durchgeführt hat, die auf dem Weg in den Wochenendurlaub waren. Es war bereits die 3. Kontrolle seit dem Frühling. Die Kontrollen wurden von der Armeeführung veranlasst und sollen ein gutes Bild der Armee erhalten.

Ich stelle fest, dass die Verfehlungen jedes Mal ein breites Medienecho auslösen und eine Meldung wert sind, dass wieder 64 Soldaten kein korrektes Tenue trugen. Dabei könnte man meinen, dass dies eine ganz gefährliche Sache sei diese Heimreisen der Armeeangehörigen. Dieses Bild, das in der Öffentlichkeit geschürt wird, stört mich als Kompaniekommandant.

Die vielen hundert Armeeangehörigen verhalten sich nämlich bestens und bieten keinen Anlass für Reklamationen. Es sind einzelne Personen, die sich nicht beherrschen können. Dafür präsentiert sich die Militärpolizei gross in der Öffentlichkeit. Ist das wirklich nötig? Die Militärpolizei gibt es noch nicht lange, früher war es die Herrespolizei. Eben erst wurde sie professionalisiert. Man kann sie auch einsetzen, wenn sie schon da ist. Es ist sicher auch interessanter einmal auf den Bahnhöfen als auf den Waffenplätzen zu stehen.

Was ich vermisse ist die Ausgewogenheit der Meldungen. Was ist mit den vielen Soldaten und Kaderangehörigen, die mit dem Auto anreisen? Werden diese auch kontrolliert? Wird das auch in der Zeitung gemeldet, dass so und so viele Soldaten zu schnell fuhren aus lauter Freude auf den Urlaub? Hier kann die offizielle Meldung nachgelesen werden. Kein Wort über die Autofahrerenden.

Natürlich ist es für die Reisenden des öV und die SBB praktisch, dass kontrolliert wird. Nur: Die Milizkader könnten dafür eingesetzt werden. So könnte ihnen echte Führungskompetenz vermittelt werden und sie könnten ihre Verantwortung wahrnehmen. Es braucht doch nicht unbedingt die Militärische Sicherheit?

Ich kann mich gut erinnern, als ich als abverdienender Leutnant auf dem Waffenplatz Monte Ceneri im Tessin jeweils im Zug Kontrollen durchführen musste. Von Luzern bis Rivera sind wir zu zweit durch die Wagen gegangen und haben die Rekruten und Soldaten kontrollieren müssen. In Rivera stiegen damals Sanitätssoldaten, Motorfahrer und die Grenadiere von Isone zusammen aus. Da sind Sticheleien vorprogrammiert. Aber es ging immer gut. Wir haben auch die Namen aufgeschrieben und wir haben die Fehlbaren ermahnt. Es waren Kontrollen im Zug, an den Bahnhöfen selber kontrollierten wir nicht. Aber jeder Kaderangehörige der Armee kann auch auf dem Nachhauseweg im Zug andere ermahnen. Es sind alles erwachsene Menschen.

Meine Führungsverantwortung werde ich im nächsten WK Ende Oktober wahrnehmen. Disziplin und Ordnung gehören auch für mich in der Armee dazu. Ich bin froh, dass die Militärpolizei die Kompanien beim Erstellen der Wachtdispositive unterstützt und berät. Ich hoffe, dass wir sie nie wegen einem Unfall benötigen.

 

 

 


2010-08-02

Mein neuer Arbeitgeber: Die SRG SSR idée suisse

Von wuethrich @ 23:24 [ Varia ]

Da ich in den letzten Beiträgen gerade persönliche Tatsachen verbreite, habe ich eine weitere Offenbarung mit stark persönlichem Bezug. Aber als Politiker bin ich zur Transparenz verpflichtet. Falls Sie lieber inhaltliche Statements von mir wollen, empfehle ich Ihnen meine 1. August-Rede, die ich in Kleindietwil gehalten habe (Link zu meiner Website).

Die Information ist simpel: Ich habe seit 1. Juni 2010 einen neuen Arbeitgeber. Ich bin neu angestellt bei der SRG SSR idée suisse und arbeite am Hauptsitz in Bern. Bei der SRG SSR bin ich im Zentralsekretariat tätig. Da sind wir für die Trägerschaft des Unternehmens (ein Verein) zuständig und für seine Organe. Hier macht die Arbeit für die Vor- und Nachbearbeitung der Sitzungen des Verwaltungsrates und seiner Ausschüsse den grössten Aufgabenbereich. Meine Funktionsbezeichnung ist "Sachbearbeiter Media und Corporate Governance".

Die Arbeit ist sehr spannend und deckt sich sehr mit meinen beruflichen Vorstellungen. Mit meinem Studium "Master in Public Management und Politik" bin ich gut vorbereitet und lerne täglich Neues dazu. Direkt mit Radio oder Fernsehen habe ich nichts zu tun, wie viele immer meinen... Die Medienbranche und die Medienpolitik ist ein sehr interessantes Gebiet. Ein Beispiel: Bundesrat und Medienminister Moritz Leuenberger hat in seiner 1. August-Ansprache das Schweizer Fernsehen kritisiert, es berichte zu oft vom Land. Dabei würden 75% der Schweizer Bevölkerung in Städten und Agglomerationen leben. Die Kritik hat natürlich etwas. Für mich als Landmensch fällt es mir weniger auf. Wenn man sich achtet über was berichtet wird, fällt auf, dass diese Kritik durchaus berechtigt ist.

Auf der Website der SRG SSR wird die Unternehmungsstruktur so erklärt:

Die SRG SSR idée suisse ist ein privatrechtlich organisiertes und nach den Grundsätzen des Aktienrechts geführtes Medienunternehmen, dessen Auftrag auf der Bundesverfassung, dem Radio- und Fernsehgesetz (RTVG) sowie der Konzession basiert und das dem Service public verpflichtet ist. Als Non-Profit-Unternehmen finanziert sich die SRG SSR zu rund 75 Prozent über Gebühren und zu rund 25 Prozent aus kommerzieller Tätigkeit. Sie ist politisch und wirtschaftlich unabhängig.

Die SRG SSR umfasst 6 regionale Unternehmenseinheiten und 5 Tochtergesellschaften. Mit rund 6100 Beschäftigten oder 5000 Vollzeitstellen, einem Jahresumsatz von rund 1,6 Mrd. Franken, 18 Radio- und 8 Fernsehprogrammen sowie ergänzenden Websites und Teletextdiensten ist die SRG SSR das grösste Unternehmen für elektronische Medien in der Schweiz. Ihre Radioprogramme und in der Hauptsendezeit auch die Fernsehprogramme sind in allen vier Sprachregionen marktführend und behaupten sich erfolgreich gegen eine Vielzahl von wesentlich finanzkräftigeren ausländischen Konkurrenzsendern. 

Die Mitglieder des Verwaltungsrates finden Sie hier, darunter ist auch mein Chef - Zentralsekretär Willi Burkhalter - aufgeführt. CEO der SRG SSR ist aktuell Armin Walpen. Ab 1. Januar wird Roger de Weck die Geschicke der SRG SSR als Chef wirken und zusammen mit dem Verwaltungsrat und der Delegiertenversammlung die Geschicke der Unternehmung leiten.

Damit wäre auch diese mögliche Interessenbindung offengelegt...

Hier das akutelle und das neue Logo der SRG SSR:

 


2010-07-29

Ich bin Master! In Public Management und Politik

Von wuethrich @ 16:44 [ Varia ]

Eine persönliche Erfolgsmeldung habe ich zu vermelden. Ich habe mein Studium an der Universität Bern beendet. Nach dem Bachelor in Betriebswirtschaft mit Nebenfach Politikwissenschaft begann ich im Herbst 2007 im ersten Jahrgang den Master in Public Management und Politik der Universität Bern (genauer des Kompetenzzentrums für Public Mangement, KPM).

Auf der interuniversitären Website zum Master PMP wird dieser Lehrgang wie folgt beschrieben:

Der Master PMP ist ein spezialisierter Masterstudiengang im Bereich der öffentlichen Verwaltung. Er beinhaltet eine interdisziplinäre Ausbildung, methodologische Instrumente, Fallbeispiele und Übungen aus dem öffentlichen Sektor sowie thematische Seminare, in denen die Studierenden ihre Fachkenntnisse mit der Realität der öffentlichen Verwaltung konfrontieren können.
Dieser Studiengang wird gemeinsam vom Hochschulinstitut für öffentliche Verwaltung (IDHEAP) und den Universitäten Bern, Lausanne, und der italienischen Schweiz angeboten. Die Universitäten Genf und Neuenburg sind am Master beteiligt. 

Im Rahmen des Masters absolvierte ich auch einen Teil des Studiums am Hochschulinstitut für öffentlichen Verwaltung der Universtität Lausanne (IDHEAP). Das Studium war sehr interessant. Viele Fächer überschneiden sich und spielen mit, interdisziplinär eben. Das liegt mir. Ich bin nun eher als Generalist ausgebildet und weniger der Fachspezialist. Das Wissen kann ich in der Politik sehr gut anwenden, und das Wissen der Politik hat mir das Studieren erleichtert.

Am 14. Juni 2010 konnte ich zusammen mit vier anderen Absolventen an der Diplomfeier im Kultur-Casino Bern das Diplom in Empfang nehmen. Fortan darf ich den Titel: 

Master of Arts (MA) in Public Management and Policy tragen. Fachgebiet: Management im öffentlichen Sektor (magna cum laude). Titel der Masterarbeit: Vernehmlassungsantworten im Gesetzgebungsprozess - Entscheidungsprozesse in Verbänden und ihre Gewichtung in der Verwaltung.

Ich bin froh als erster Berner Student diesen neuzeitlichen Master absolviert zu haben, der auch die Strategie der Uni Bern voll umsetzt. Nun wissen Sie auch was auf der neuen Website des Grossen Rates in meinem Profil mit "Master PMP" gemeint ist (Herr Regierungsrat Hansjürg Käser hat auch nachgefragt...). Übrigens: Der Webauftritt gefällt mir sehr. Nur fehlt die Möglichkeit die Ratsdebatten online zu verfolgen...

 

 


2010-04-28

Mein Werdegang zum Hauptmann der HQ Trsp Kp 25/4

Von wuethrich @ 08:41 [ Varia ]

Ich will an dieser Stelle eine Meldung nicht verheimlichen: Per 1. April 2010 wurde ich zum Hauptmann der Schweizer Armee befördert. Dies ging neben meiner Wahl als Grossrat etwas unter oder zeigt auch den tieferen Stellenwert der Armee. Die militärische Laufbahn ist auf alle Fälle voraussehbarer als die politische Laufbahn.

Eigentlich wollte ich mich als Oberleutnant in den militärischen Ruhestand setzen lassen. Ich hätte aber noch etwa drei Wiederholungskurse machen müssen. Nach dem ich fünf Mal als Chef der Transportzentrale gewirkt hatte, fehlte etwas die Herausforderung. Da unsere Kompanie eine sehr tolle ist, habe ich mich dann nach langem Hin und Her zur Verfügung gestellt als Kompaniekommandant. Das war im Herbst 2007.

Durch meine Ausbildung an der Universität Bern begann ich meine Ausbildung zum "Kadi" im April 2009 mit dem Führungslehrgang I in Bern (4 Wochen). Anschliessend bin ich im Herbst 2009 den Praktischen Dienst bei der VBA Kp der VT Schulen in Drognens absolvieren gegangen. Es waren interessante 6 Wochen. Ende Januar 2010 besuchte ich den Technischen Lehrgang für Logistiktruppen in Fribourg (2 Wochen). Bald habe ich 700 Diensttage. Dabei wollte ich gar nie Militärdienst machen, so gehts...

Ich bin froh, dass ich meine angestammte Kp übernehmen konnte. Sonst wäre für mich keine andere Kompanie in Frage gekommen. Das Spezielle ist nämlich, dass unsere Chefin die Bundeskanzlerin ist und nicht Bundesrat Ueli Maurer (das HQ Bat 25 ist der Bundeskanzlerin einsatzunterstellt). Der erste WK beginnt am 25. Oktober und dauert vier Wochen. Wir werden wahrscheinlich in Grosshöchstetten stationiert sein. Ich freue mich auf die Herausforderung (die grösste Herausforderung ist jeweils mein berufliches, privates und politisches Umfeld darum zu organisieren).

 


2010-04-24

Wir haben einen Kinderwagen gekauft

Von wuethrich @ 18:58 [ Varia ]

Sie erlauben mir einmal einen gar unpolitischen Beitrag (passt zwar in meinen durchaus politisch motivierten Appell für mehr Kinder in der Schweiz). Eltern können die heutige Tat meiner Frau und mir nachvollziehen: Wir haben für unseren Nachwuchs heute einen Kinderwagen gekauft.

Es ist zwar nach unserer Frauenärztin erst Ende August soweit. Dennoch haben wir uns heute in der Baby-Welt umgeschaut. Ein anderer werdender Vater hat mir noch erzählt wie mühsam die Bestellerei sei. Es gebe tausende von Kinderwagenmodelle.

Das stimmt, die Auswahl ist sehr gross. Meine Frau hat der Verkäuferin aber klipp und klar gesagt was wir wollen und prompt hat uns das erste vorgestellte Exemplar gleich gefallen und überzeugt (meine Frau hat als Kleinkinderzieherin natürlich eine sehr grosse Erfahrung, wobei auch sie heute noch etwas dazulernte).

Wir wollten eigentlich noch einmal die Kataloge anschauen und darüber schlafen. Wir waren uns aber noch im Laden sicher, dass wir uns einig sind (an andere werdende Eltern: Die Lieferfrist beträgt bis 12 Wochen). Wir bestellten also gleich unseren ersten Kinderwagen inkl. Zubehör. Ein Zeichen, dass es langsam auf die Geburt zu geht. Bald wird unser Alltag aufgelockert ;-) Sie werden zu gegebener Zeit hier wieder von diesem "Projekt" lesen.

 

 

 


2010-03-03

Zürcher SP-Zebra erhält in Huttwil Asyl - ist es vor Giacobbo/Müller sicher?

Von wuethrich @ 23:17 [ Varia ]

In der Stadt Zürich finden am kommenden Wochenende Stadtratswahlen statt. Auch meine Partei ist stark gefordert und will ihre Sitzzahl ausbauen und das Stadtpräsidium mit Corine Mauch verteidigen. Die SP Sektion Zürich Kreis 11 hat sich im Wahlkampf stark eingesetzt und hat mit dem SP-Zebra einen Hauptdarsteller für ihre Wahlkampfspots gefunden.

Die SP-Spots, die man auf Youtube anschauen kann, fanden den Weg in die Medien. Der Tagesanzeiger hat berichtet und sogar die Macher der Satire-Sendung Giacobbo/Müller haben das Zebra in der Sendung mehrmals gezeigt. Diese indirekte Wahlwerbung ist sehr gut gemacht, taktisch geschickt und hat einen hohen Wiedererkennungseffekt.

Das Zürcher Zebra hat gefallen gefunden am Wahlkampf und hilft jetzt im Kanton Bern aus (böse Zungen behaupten es sei von der Stadt aufs Land geflohen, wo es weniger böse Medien gebe), damit die Oberaargauer SP einen annähernd so hohen Wähleranteil erreicht wie die SP vom Zürcher Kreis 11 (wir sind zufrieden, wenn wir unsere drei Sitze halten können). Es hat jetzt bei mir Asyl gefunden...

 


2010-02-21

Vancouver für 154 Kinder - Bilder vom Schülerrennen Walterswil

Von wuethrich @ 20:14 [ Varia ]

Gestern konnten wir (=Skiclub Walterswil, dessen Präsident ich bin) das Schülerrennen am Skilift Walterswil durchführen (der Skilift Walterswil ist definitiv 400 Meter lang und nicht 200 Meter wie einige Medien fälschlicherweise berichtet haben). Die Entscheidung am Freitagabend war nicht einfach zu fällen. Erst die Begehung der Piste am Freitagabend und die prognostizierte Nacht mit Minustemperaturen führten zur Entscheidung für die Durchführung.

Der Samstagmorgen zeigte, dass wir richtig entschieden hatten (immer schön, wenn jemand für die gute Entscheidung dankt, die er noch am Vorabend jäh kritisierte). Ich würde sagen wir haben die Lagebeurteilung sauber gemacht und einen richtigen Entschluss gefällt. Am Samstagmorgen halfen alle Skiclübler anpacken, um den Kindern ein Erlebnis zu bieten. 

Am Schluss fuhren auf einer einzigen Piste 154 Kinder zwei Läufe. Die Piste hielt gut, wenn auch die Helfer einige Schaufeln Schnee brauchten. Die neue Zeitmessanlage vom Skiclub Walterswil hat uns geholfen. Allerdings hatten wir ein Problem mit dem Format. Es brauchte noch viel Hand- und Kopfarbeit. Doch um 15 Uhr konnte ich die Rangverkündigung in der vollen Mehrzweckhalle durchführen. Die Anerkennungskarten konnten wir nicht drucken, die werden wir nach Hause schicken (am Abend wussten wir dann wie's das Formatierungsproblem gelöst wird). 

Wir konnten schöne Preise anbieten (bei den Oberschülern je ein paar neue Skis). Teilweise wurden diese gesponsert von den regionalen Sport- und anderen Gewerbegeschäften. Auch die Walterswiler Bevölkerung unterstützte uns sehr. Danke allen Spendern und Sponsoren! Danke auch an alle Teilnehmenden und deren Eltern! Danke an die Skiliftgenossenschaft und deren Mitarbeitenden! Danke allen Skiclubmitgliedern für den tollen Einsatz! Jetzt hoffen wir, dass wir nächstes Jahr das Schülerrennen erneut durchführen können (letztmals führten wir es 2003 und 2005 durch). Es war ein toller Anlass!

Die Rangliste finden Sie hier. Unten ein paar Bildimpressionen.

 

 

 


2010-02-13

Komische Werbung in Berner Trams: "Die wahren Abenteuer finden im Kopf statt"?

Von wuethrich @ 17:58 [ Varia ]

Am Donnerstag habe ich in Bern im Bus ein Mann beobachtet, der auf die Rückseite der Werbung Post-it-Zettel anklebte. Auf der Vorderseite ist bezahlte Werbung wie sie in Bussen und Trams oft beobachtet werden. Die Rückseite war weiss. Darauf klebte der Mann zwei Post-its. Beim Aussteigen konnte ich sie nicht lesen.

Als ich dann vom Büro wieder nach Hause fuhr - in einem anderen Tram - konnte ich die Post-its lesen. Ein rosa Herz und ein rosa Post-it mit der Aufschrift: "Die wahren Abenteuer finden im Kopf statt". Was der Mann (oder die Gruppe?) uns mitteilen will? Welche Abenteuer? 

Google macht in diesem Fall nicht schlauer. Man wird auf eine Zitate-Website verwiesen. Der Autor ist allerdings unbekannt. Ein Hinweis von Bern findet man im Zusammenhang mit dem Progr. In dieser Kulturinstitution soll es letzte Woche Schwierigkeiten gegeben haben. Das konnte man im Bund lesen. Oder es um eine Aufführung für ein Filmtheater im Progr. Aber macht man so Werbung für einen Kulturanlass? 

Der Spruch hat was: Die wahren Abenteuer finden im Kopf statt. Welches Abenteuer geht Ihnen durch den Kopf? Schöns Wuchenänd.

 

 

 


2010-01-16

Kommandoübergabe - wie man Chef einer militärischen Einheit wird

Von wuethrich @ 18:13 [ Varia ]

Eigentlich wollte ich gar keinen Militärdienst leisten. Ich musste trotzdem. Weil ich aber die Rekrutenschule als Motorfahrer (Lastwagenfahrer) absolvieren durfte, konnte ich meinen Bubentraum vom Lastwagenfahren erfüllen. Es ergab sich, dass ich das geplante Zwischenjahr von Matur zur Uni mit Militärdienst verbrachte. Weil alle von der "harten" Offiziersschule erzählten, wollte ich schauen, ob ich dies auch schaffe. Es war halb so wild. Und sportlich wurde ich...

In dieser Zeit habe ich mich auch stark mit der SP-Armeeposition auseinandergesetzt. Die Tatsache, dass früher eingeschriebene SP-Mitglieder nicht Offiziere werden durften, konnte ich damals nicht begreifen. Die Militärfrage war innerhalb der SP immer umstritten, heute immer noch. Aktuell möchte die SP Schweiz eine Profiarmee mit 50'000 Angehörigen. Wir steuern langsam darauf zu... Solange wir aber das Milizsystem kennen und das Volk den Umbau der Armee ablehnt, solange sollen Mitglieder aus allen Parteien Kadermitglieder der Armee werden. Bei der Infanterie wäre ich es wohl nicht geworden, aber als Transportoffizier (Disponent) fühlte ich mich in den Wiederholungskursen im Element.

Vor zwei Jahren habe ich mich entschieden meine Kompanie als Kommandant zu übernehmen. Ich habe die Führungsschulen besucht (Gratis-Weiterbildung - Managementkurs fast wie im Zivilen) und im Oktober/November 2009 in einer Rekrutenschule abverdient. Ich habe mit vielen Kameraden diskutiert, alle Kompaniekommandanten meinten, dass "Kadi" die schönste Aufgabe in der Armee sei. Da ich im HQ Bat 25 eingeteilt bin und dieses zu Gunsten der Landesregierung (Bundesrat) eingesetzt wird und der Bundeskanzlei einsatzunterstellt ist, ist meine Funktion auch nahe an der Politik und der Verwaltung, was mich interessiert.

 

 

Nun heute war mein Vorgänger bei mir und hat mir tonnenweise Kommandoakten der HQ Transportkompanie 25/4 übergeben. Ordner, Kisten, vertrauliche und weniger vertrauliche Dokumente. Die Kompanie ist gut geführt, klein aber fein. Da ich sämtliche WK da geleistet habe, weiss ich was auf mich zukommt. Die Planung für den ersten Wiederholungskurs Ende Oktober/Anfang November laufen bereits. 

Nun muss ich die nächsten vierzehn Tage noch den Technischen Lehrgang im Bereich Verkehr und Transport in Fribourg absolvieren, damit ich per 1. April zum Hauptmann befördert werden kann und alles geregelt ist wie es muss. Darum wird es in diesem Blog während der kommenden Wochen etwas ruhiger...

 

Hier an der Arbeit in "meiner" Transportzentrale im WK 2007 in Schüpfen:


 


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